Der Vorgeschichte zweiter Teil – Dinosaurier

Nun war ich, wie ich wohl bereits zur Genüge erwähnt habe, ein großer Fan Tolkiens und so war es wohl nur wenig verwunderlich, dass das Epos, das ich zu schreiben gedachte, dem seinen in vielen Zügen ähneln sollte. Ein Held zieht aus, um einen Dunklen Herrscher zu bezwingen und die Welt zu retten. So weit, so gut. Allerdings gab es da etwas, das das, was ich zu schreiben mir vorgenommen hatte, grundlegend von Tolkien unterschied und was wohl meinem damals noch recht kindlichen Geist – ich war zu dieser Zeit vierzehn oder fünfzehn – zu Schulden kommt: Meine Charaktere waren nämlich anfangs keine Menschen sondern Saurier. Der Vorgeschichte zweiter Teil – Dinosaurier weiterlesen

Klingenkopf

Der Klingenkopf (caput aciei) ist ein Raubtier, das für gewöhnlich in Rudeln wesentlich größere Geschöpfe jagt. Wenngleich dieses Geschöpf nicht besonders groß ist und ein wenig merkwürdig wirkt, ist es doch ein nicht zu unterschätzender Gegner. Mit seinem einzelnen Fuß bewegt es sich hüpfend fort, kann dabei jedoch beachtliche Geschwindigkeiten erreichen. Das Horn auf seinem Kopf besteht aus sehr dichtem Gewebe, das beinahe die Härte von Eisen erreicht. Der Klingenkopf wetzt dieses Horn an großen Steinen, sodass eine scharfe Klinge entsteht. Damit erlegt er seine Beute oder ficht Rangkämpfe mit seinen Artgenossen aus. Klingenköpfe sind äußerst angriffslustige Wesen, die selten den Rückzug antreten. Daher sind ihre Körper auch zumeist mit Narben übersät.

Der Vorgeschichte erster Teil – Tolkien und das Epos

Alles begann vor langer, langer Zeit, als die Welt noch in Ordnung war, in einem kleinen Städtchen im friedlichen Tal der Raab am Ostrand der grünen Mark eines einstmals mächtigen Kaiserreiches – mit anderen Worten in Fehring, einem Ort in der Südoststeiermark, im entlegensten Eck Österreichs. Freilich waren die Zeiten damals nicht viel anders als heute – sieht man einmal vom rasanten technologischen Fortschritt ab, der mir als einer Fantasy-Welt ziemlich unwürdig erscheint. Eine allzu hochtrabende Einleitung für etwas, das manch einem als allzu gewöhnlich erscheinen mag. Der Vorgeschichte erster Teil – Tolkien und das Epos weiterlesen

Ankündigung #6

Zur bevorstehenden Veröffentlichung von „Der Eid des Verräters“ habe ich mich dazu entschieden, ein wenig von mir selbst preiszugeben, hielt sich der Autor auf dieser Website doch bisher eher im Hintergrund, um sein Werk in den Mittelpunkt zu stellen. Im neuen Punkt „Über mich“ werde ich Euch einen Blick hinter die Kulissen gewähren, ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern und über die Ereignisse sprechen, die mich dazu inspiriert haben, eine ganze Reihe von Fantasy-Büchern zu schreiben.

Das dritte Übel

Unter der Obhut Vunas entstand alsbald ein gewaltiger Garten, der sich im Norden bis zu den Hängen der Berge der Höheren Lüfte erstreckte, im Süden beinahe Locha Varialis erreichte. Selbst der Fuß des Wachberges war in sattes Grün gehüllt. Doch damit gab sich Lauréa nicht zufrieden, wollte sie doch die ganze Welt mit Leben erfüllen. So erdachte sie mit Vunas Hilfe unzählige neue Arten von Gewächsen. Zarte Pflänzlein, die nur unter der Obhut der Mi Sarucho gedeihen konnten, ebenso wie widerstandsfähige Ranken, die selbst der Kälte des äußersten Südens zu trotzen vermochten. Deren Saat verstreute Lauréa über die ganze Welt, wo sie aufging, sobald sie von den Strahlen der Sonne berührt wurde. Das dritte Übel weiterlesen

Landkarte aus „Der Eid des Verräters“

Die Landkarte aus „Der Eid des Verräters“ zeigt hauptsächlich den Westen Erbariors. Im Südwesten, an den Hängen des Mondgebirges zwischen den Flüssen Tigill und Naumin liegt das Fürstentum Senolien. Östlich davon erstreckt sich das weite Hochland Ertanien, das Land der Hirten. Dieses geht nahtlos in das Fürstentum Rimalla über, das bis an die Grenzen des Verlorenen Waldes reicht. Im Herzen Erbariors liegt Elarenia, das Feld der Könige, das die Hauptstadt Xerdon umgibt. Jenseits des Flusses Bresill umgibt das Fürstentum Niranach die prächtige Stadt Auvagan, die einst mit Xerdon um die Vorherrschaft in Erbarior wetteiferte. Das Fürstentum Rhunasur im Osten bildete das Tor zu den Ländereien Osterbariors. Die weiten Wiesen von Wulmanur im Westen reichen bis zu den Ufern des Flusses Gralos, der die Grenze zum Königreich Lau-Onn bildet.  Nördlich des gewaltigen Stromes Amnua liegt  das düstere Fürstentum Theladien, die Heimat des Blutschattenkultes.
Neben den Fürstentümern Erbariors zeigt die Karte im Nordwesten die Einöde Luvataria mit dem feuerspeienden Berg Avagor, die zwischen Erbarior und Lau-Onn liegt. Nördlich davon erhebt sich die Festung Argorlond, von der aus der Letzte Drache seit Jahrhunderten über Finiors Tor wacht, das die Reiche der Menschen von den wilden Landen des Nordens trennt. Östlich von Theladien erstreckt sich das Königreich Guilar, das einst ebenfalls ein Teil Erbariors war, sich jedoch nach dem Sturz des wahnsinnigen Regnadon für unabhängig erklärte.

Schafschaumrolle

Die Schafschaumrolle (ovis rotae spumosae) ist ein seltsames Säugetier, das vorwiegend in grasbedeckten Hochlanden vorkommt. Ihre beinahe schaumartige weiße Wolle ist ziemlich klebrig und schmeckt sehr süß, weshalb sie von verschiedenen höheren Rassen bisweilen als Haustier gehalten wird. Im Laufe ihres Lebens härtet das Fell an der Körpermitte einer Schafschaumrolle zunehmend aus und bildet eine trockene Kruste, die Rücken, Bauch und Flanken mehr schlecht als recht vor Feinden schützt. Die äußeren Schichten dieser Kruste blättern bisweilen ab und gelten ebenso wie die süße Wolle als Delikatesse. Trotz ihres recht harmlosen Aussehens können Schafschaumrollen auch gefährlich werden, sind sie doch zumeist in Herden unterwegs. Bisweilen sieht man sie mit angezogenen Beinen seitwärts Hänge hinabrollen, wobei sie beträchtliche Geschwindigkeiten erreichen können.