Ankündigung #7

Es ist so weit. Später, als ich es geplant hatte, aber immer noch früh genug. Mit dem heutigen Tag ist „Der Eid des Verräters“, der zweite Teil der Naron-Reihe, offiziell als Taschenbuch erhältlich. Das E-Book wird im Laufe dieser Woche oder der nächsten noch folgen. Für Interessierte habe ich auch bereits eine Leseprobe aus dem neuen Buch veröffentlich. Alle wichtigen Links findet Ihr hier.

Leseprobe aus „Der Eid des Verräters“, Kapitel XX

Als Naron das Lager der Mursogi betrat, fand er sich in einem wilden Durcheinander wieder. Wie Ameisen wuselten Mursogi herum, die von allen Seiten auf die Schlachtreihen der Erbaren eindrangen. Es war zwar keine wirkliche Übermacht, jedoch genug, um die Eindringlinge in Schach zu halten und zu verhindern, dass diese weiter in das Innere des Lagers vorstießen.
Hinter der Wand aus Feuer gab es einen niedrigen, mit Pfählen gespickten Erdwall, ähnlich dem, der das erbarische Lager umgab. Dieser war jedoch ziemlich löchrig und eben dort, wo Naron die Bresche geschlagen hatte, gab es eine breite Lücke, durch die man die schwarzen Zelte des Lagers sehen konnte.
Naron wurde von zwei Mursogi mit Krummschwertern begrüßt, die er jedoch mit einer schnellen Drehung und drei Schwerthieben zur Strecke brachte. Dann fand er sich einem Wraschag gegenüber, der eine tödliche Keule nach ihm schwang. Das Mischwesen hieb jedoch weit daneben, sodass es Naron gelang, auch diesen Gegner zu Fall zu bringen.
Die Sonne stand hoch am Himmel. Es schien tatsächlich, als würde dies den lichtscheuen Wesen zum Nachteil gereichen. Sie kämpften zwar verbissen, doch scheinbar geistesabwesend, wie als würden sie nicht ganz begreifen, in welcher Gefahr sie schwebten.
Mit einem lauten Kampfschrei durchdrang nun auch Krinoin das Loch in der Feuerwand. Wieder hoch zu Ross durchpflügte er an der Spitze seiner Reiterei das Schlachtfeld mit seinem Schwert und erschlug mehrere Feinde.
Alles in allem, erkannte Naron, als ihm eine kleine Verschnaufpause gegönnt wurde, stand es gar nicht so schlecht für die Truppen Erbariors. Vor allem, wenn man bedachte, dass ständig weitere Soldaten ins Lager strömten und im Wald immer noch viele hundert Mann Verstärkung warteten.

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Der Vorgeschichte fünfter Teil – Jeden Tag eine Seite!

Jeden Tag eine Seite! Dieser Vorsatz trieb mich an. Manchmal war es leicht und die Worte strömten gleichsam wie ein gewaltiger Fluss aus mir heraus, manchmal war es schwierig – ja fast unmöglich, ein tröpfelndes Rinnsal der Worte. Vieles von dem, was ich schrieb war undurchdacht, hatte ich doch keine Ahnung, was später noch wichtig werden würde. Das Manuskript, das entstand, war oft widersprüchlich, bisweilen sehr ausführlich, mitunter aber auch sehr gerafft, doch es ging immer weiter. Bald war der erste Collegeblock voll und der nächste kam. Der Vorgeschichte fünfter Teil – Jeden Tag eine Seite! weiterlesen

Die Fleischwerdung der Götter

Alsbald nahm Lirinella vorerst Abschied von ihrem Lehrmeister, um das, was sie erfahren hatte, an die ihren weiterzugeben. Die Mi Sarucho waren überaus erleichtert, sie wiederzusehen, denn sie hatten sich bereits große Sorgen um die Dimisor gemacht. Schließlich war sie im äußersten Süden spurlos verschwunden und nicht wenige hatten damit gerechnet, sie wäre ein Opfer Chelnaxus geworden und zu Eis erstarrt, wie viele andere vor ihr. Die Fleischwerdung der Götter weiterlesen

Der Vorgeschichte vierter Teil – Aller Anfang ist schwer

Schon lange bevor ich mich schließlich dazu entschied, meine Saurier zu Menschen zu machen, spielte ich mit diesem Gedanken. Grund dafür waren – nicht nur, aber auch – die Beziehungen zwischen den Charakteren. Da beinahe jeder meiner Charaktere einer anderen Saurierart angehörte, erwies es sich etwa die Entwicklung einer Liebesgeschichte als äußerst schwierig – da gab es zum Beispiel diesen Tyrannosaurus, der eine Prinzessin heiraten hätte sollen, die als Entenschnabelsaurier dargestellt war. War ich mir der Skurrilität dessen, was ich da erschaffen hatte, wohl bewusst, fand ich zunächst nicht den Mut, den Schritt in Richtung der Menschwerdung meiner Charaktere zu gehen, war ich der Menschheit an sich in meiner Kindheit doch nicht sonderlich zugetan gewesen. Der Vorgeschichte vierter Teil – Aller Anfang ist schwer weiterlesen

Schädelflamingo

Der Schädelflamingo (phoenicopterus calvae) verdankt seinen Namen seinem Oberkiefer, der die Gestalt des Totenschädels eines Tieres aufweist. Während manche Gelehrte zunächst davon ausgingen, es handle sich dabei tatsächlich um einen Totenschädel, den dieser Vogel wie eine Art Helm trägt, weiß man nun, dass dieser mit dem Kopf des Vogels verwachsen ist. Obwohl das Erscheinungsbild des Schädelflamingos mit seinem schwarzen Gefieder und den leuchtenden Augen ein wenig unheimlich anmuten mag, ist dieses Geschöpf friedlich und flieht bei Gefahr eher, als das es sich zum Kampf stellen würde. Man findet ihn oft auf überschwemmten Schlachtfeldern oder Friedhöfen, denn er ernährt sich überwiegend von kleinen Krebstierchen, Würmern und Pilzen, die nur auf toten Körper zu finden sind.

Der Vorgeschichte dritter Teil – Die Schlacht um Sahurus

Mit den Charakteren von T.EU. im Hinterkopf sowie der Inspiration, die mir „Der Herr der Ringe“ gegeben hatte, stand meinem Werk nun nichts mehr im Wege. Ich nahm also einen Bleistift in die Hand und schrieb los. Seite um Seite eines linierten Collegeblockes füllte sich, als sich eine Handlung um mich herum entfaltete. Ich hatte keinen wirklichen Plan und ließ mich einfach treiben. „Die Schlacht um Sahurus“ nannte ich mein Werk. Immer wieder tauchten Personen und Gegenstände auf, die schon in T.EU. Verwendung gefunden hatten und wurden um neue ergänzt. Der Held der Geschichte war Euhplos, der Vorfahre Euoplos, ein Einsiedler auf einer Insel, die zu den Saurischen Inseln, dem Reich von König Rex, gehörte – ein einfacher Saurier, ohne Geschichte, der dem König durch Zufall das Leben rettete und von diesem mit der Herrschaft über eine Insel belohnt wurde. Der Vorgeschichte dritter Teil – Die Schlacht um Sahurus weiterlesen