Feenfuchs

Der Feenfuchs (vulpes fatalis) ist ein magisches Geschöpf, das im Herzen großer Wälder zu finden ist. Mittels überirdischer Kräfte schwebt er lautlos durch die Lüfte, wobei sein weißes Fell einen zarten Schimmer ausstrahlt. Er ist sehr wendig und flink, sodass es kaum einem Raubtier gelingt, ihn zu fassen. Feenfüchse sind für gewöhnlich Einzelgänger und vorwiegend nachtaktiv. An manchen Spätsommernächten versammeln sie sich jedoch in großen Scharen auf entlegenen Lichtungen um dort wundersame Reigen zu tanzen. Niemand weiß, welchem Zweck diese Zusammenkünfte dienen. Feenfüchse sind sehr schlaue Geschöpfe, die mit ihren Augen in die Herzen der Menschen blicken können. Deshalb erscheinen sie auch nur den Rechtschaffenen. Bisweilen – so heißt es – würden sie sogar mit menschlicher Stimme Ratschläge erteilen.

Todesanbeterin

Die Todesanebeterin (mantis mortis) ist ein großes insektenartiges Wesen, das in der Umgebung von Vulkanen zu finden ist. Ihr widerstandsfähiger Außenpanzer, der größtenteils mit verhärterter Asche überzogen ist, schützt sie sowohl vor Hitze und Feuer als auch vor körperlichen Angriffen. Ihre mit spitzen Stacheln versehenen Fangarme sind stark genug, um Knochen zerbrechen zu können. Ihr Speichel enthält eine starke Säure, die beinahe jedes lebende Gewebe zersetzen kann. Todesanbeterinnen können tage- oder sogar wochenlang reglos verharren, wenn sie auf der Jagd sind. Ansonsten bewegen sie sich für gewöhnlich sehr langsam und bedächtig, können jedoch sehr schnell zuschlagen. Zu ihrer Beute zählen neben größeren Säugetieren und Vögeln sogar Menschen.

Meeresamboss

Der Meeresamboss (incus maritima) ist zumeist an seichten Sandstränden zu finden. Er verwurzelt seine Füße tief im Untergrund, um nicht von der Brandung weggespült zu werden, während er mit seinen Flossen allerlei Treibgut auffängt, von dem er sich ernährt. Seine Haut ist äußerst widerstandsfähig, ist sie doch tagein tagaus sowohl den Kräften der Gezeiten als auch dem harschen Seewind ausgesetzt. Aufgrund seines wechselhaften Lebensraumes hat er zudem Lungen entwickelt, die sowohl im Wasser als auch am Land atmen können. Meeresambosse sind sehr gesellig und leben meistens in großen Gruppen, die oft mit Dörfern verglichen werden. Sie sind gemächliche Wesen, die sich nur selten fortbewegen, und kommunizieren miteinander in einer seltsamen Sprache, die mit ein wenig Übung auch von Menschen erlernt werden kann.