Archiv der Kategorie: Bilder

Verschiedene Illustrationen

Ahorndrache

Der Ahorndrache (draco acernus) ist kaum größer als das Blatt des Ahornbaumes, das er nachahmt. Obwohl er so leicht ist wie eine Feder, kann er nicht wirklich fliegen, aber dennoch mit Leichtigkeit auf Windströmungen von Ast zu Ast gleiten. Er ernährt sich zwar ausschließlich vom Pflanzensaft des Ahorns, den er aus dünnen Ästen saugt, dem Geruch von Ahornsirup kann er jedoch kaum widerstehen. Die Farbe der Schwingen eines Ahorndrachen ändert sich mit der Jahreszeit, sodass er unter den Blättern des Baumes kaum auszumachen ist. Ahorndrachen leben meist in kleinen Schwärmen zusammen. In der Paarungszeit verlassen die Männchen den Baum, auf dem sie geboren wurden, die Weibchen dagegen bleiben ihr ganzes Leben auf demselben Baum. Den Winter verbringen Ahorndrachen schlafend in kleinen Höhlen unter den Wurzeln ihres Heimatbaumes.

Flederschlange

Die Flederschlange (serpens chiropteri) ist eine nachtaktive Unterart der Flugschlange. Sie wird nicht sehr groß und ernährt sich von großen Nachtfaltern, aber auch von kleinen Flugsäugetieren oder Vögel, die sie in der Luft fängt. Bei der Jagd verlässt sie sich vor allem auf ihre für Schlangen untypisch großen Ohren, mit denen sie auch die leichtesten Vibrationen in der Luft wahrnimmt. Ihre hervorstehenden Eckzähne dienen dem Erfassen der Beute, Gift versprühen sie jedoch keines. Da Flederschlangen anders als die meisten ihrer Verwandten ein Fell tragen, sind sie auch in kälteren Gefilden anzutreffen. Während sie nachts Einzelgänger sind, schlafen sie tagsüber zumeist in großen Gruppen auf hohen Bäumen, wo sie sich von der Sonne wärmen lassen.

Mörderschleim

Der Mörderschleim (pituita homicida) ist ein bösartiges Geschöpf, das vor allem an feuchten, dunklen Orten zu finden ist. Sein ganzes Sein wird von einem einzigen Wunsch bestimmt: Menschen zu töten.  Da er von Natur aus nicht sonderlich kräftig ist, verwendet er zu diesem Zweck mit Vorliebe menschengemachte Werkzeuge wie Messer oder Äxte. Mörderschleime bewegen sich ziemlich langsam fort. Starkes Licht und Regen schadet ihnen, Salz schreckt sie ab. Sie können zudem nicht schwimmen, da sich ihr Körper im Wasser auflösen würde. Das Blut ihrer Opfer, von dem sie sich ernähren, macht sie zwar stärker, für einen erfahrenen Krieger stellen sie aber keine wirkliche Gefahr dar.

Landkarte aus „Das Lied der Dämmerung“

Die Landkarte aus „Das Lied der Dämmerung“ zeigt einen großen Teil des Königreiches Erbarior. Im Südwesten liegen die Fürstentümer Ertanien und Rimalla, die von weiten Ebenen geprägt sind. Nördlich davon erstreckt sich das erbarische Kernland mit der Hauptstadt Xerdon. Von dort aus führt die große Hauptstraße nach Osten, durch die Fürstentümer Niranach, Rhunasur und Lirasur  bishin nach Lewinien, wo Erbarior an das Innere Meer grenzt. Im äußersten Süden der Halbinsel Breadanon liegt die wundersame Hafenstadt Nyktaven, die einst von den Almári gegründet wurde, ein Ort, der dem Reich der Götter sehr nahe sein soll.
Im Norden wird Erbarior von der gewaltigen Amnua begrenzt. Jenseits davon liegt im Westen das Fürstentum  Theladien, die Heimat des Blutschattenkultes. Östlich von Theladien erstreckt sich das kleine Königreich Guilar, das einst ebenfalls ein Teil von Erbarior war.
Im Nordosten liegen die Königreiche Vanranias, des gewaltigen Landes der Wälder. Das südlichste, das über die Amnua an Erbarior grenzt, ist Erevena mit Sahilinon, der Stadt zwischen den Bäumen.  Westlich davon herrscht die Königin von Ronarsal über die Sturmhöhen. Im Norden liegt Dewodios, wo der Großkönig von Vanrania sitzt. Auch das kleine Königreich Demenia im Osten, gehört zu Vanrania und wird oft als Kornkammer des Landes der Wälder bezeichnet.

Ausradierer

Der Ausradierer (homo erasor) ist ein humanoides Geschöpf, das durch Alchemie erschaffen wurde. Aus seinen Armen entspringen seltsame Fortsätze, die Radierer genannt werden. Sie bestehen aus einem Stoff, der in der Lage ist, beinahe alles in Staub aufzulösen. Selbst Stein und Stahl halten einen Ausradierer nicht auf, jedoch werden seine Waffen bei jedem Einsatz kleiner und wachsen nur langsam nach. Das Fell eines Ausradierers gehört zu den wenigen Stoffen, die er nicht zersetzen kann. Obwohl für den Einsatz im Kampf geschaffen, sind die meisten Ausradierer friedliebend, weshalb sie sich von ihren Schöpfern losgesagt haben. Um diesen aus dem Weg zu gehen, verbergen sie sich oft in tiefen Kellern oder unterirdischen Kanälen. Sie können zwar sprechen, nutzen diese Gabe jedoch nur sehr selten.

Bienenhamster

Der Bienenhamster (cricetus apis) ist ein Tierchen, das selten größer als einen Daumenbreit wird. Er ist zumeist auf Blumenwiesen zu finden, wo er mit beachtlicher Geschwindigkeit von einer Blüte zur anderen fliegt. Blütenstaub und Nektar zählen dabei ebenso zu seiner Nahrung wie kleine Körnchen und Samen, die er bisweilen in seinen Backentaschen sammelt. Treffen zwei Bienenhamster aufeinander, betasten sie einander zur Begrüßung mit den Fühlern auf ihrem Kopf, die hauptsächlich diesem Zweck zu dienen scheinen. Bienenhamster leben in großen Gruppen von bis zu hundert Tieren in weitläufigen Bauen unter der Erde. Dort verbringen sie die Wintermonate eng aneinandergekuschelt, während sie sich von den Vorräten ernähren, die sie das ganze Jahr über angesammelt haben.

Feenfuchs

Der Feenfuchs (vulpes fatalis) ist ein magisches Geschöpf, das im Herzen großer Wälder zu finden ist. Mittels überirdischer Kräfte schwebt er lautlos durch die Lüfte, wobei sein weißes Fell einen zarten Schimmer ausstrahlt. Er ist sehr wendig und flink, sodass es kaum einem Raubtier gelingt, ihn zu fassen. Feenfüchse sind für gewöhnlich Einzelgänger und vorwiegend nachtaktiv. An manchen Spätsommernächten versammeln sie sich jedoch in großen Scharen auf entlegenen Lichtungen um dort wundersame Reigen zu tanzen. Niemand weiß, welchem Zweck diese Zusammenkünfte dienen. Feenfüchse sind sehr schlaue Geschöpfe, die mit ihren Augen in die Herzen der Menschen blicken können. Deshalb erscheinen sie auch nur den Rechtschaffenen. Bisweilen – so heißt es – würden sie sogar mit menschlicher Stimme Ratschläge erteilen.