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Verschiedene Illustrationen

Flussdrache

Der Flussdrache (draco fluvialis) lebt in großen Flüssen und breiten Strömen. Mit seinen zwölf Flossenpaaren schwimmt er extrem schnell, auch gegen die Strömung. Die langen, fühlerartigen Fortsätze an seinem Kopf dienen ihm sowohl zur Orientierung, als auch zum Aufspüren von Beute, die er bereits anhand kleinster Bewegungen im Wasser wahrzunehmen vermag. Er ernährt sich vorwiegend von Fischen und Wasservögeln, kann aber auch Landlebewesen, ja sogar Menschen, gefährlich werden, die es wagen, sich in seine Fluten zu stürzen. Flussdrachen werden sehr alt und verbringen oft Jahrhunderte im Schlaf am Grund ihrer Flüsse. Sie sind Einzelgänger, die einander nur zur Paarung im Schatten einer vollständigen Sonnenfinsternis in Mündungsgebieten treffen.

Trompetenelfe

Die Trompetenelfe (alfa tubae) lebt in den lichten Gefilden der höheren Lüfte. Von dort steigt sie bisweilen tagsüber auf sonnenbeschienene Bergwiesen herab, um sich am Nektar der Blumen und klarem Quellwasser zu laben. Trifft sie auf Artgenossen, tanzt sie mit diesen wilde Reigen, in folge derer sie mit den trichterartigen Fortsätzen auf ihrem Kopf helle Trompetenklänge von sich gibt.  Trompetenelfen sind äußerst scheue Geschöpfe, die bei der leichtesten Störung entschwinden. Hinter man sie jedoch an der Flucht, veranstalten sie einen furchtbaren, ohrenbetäubenden Lärm, den kaum jemand bei klarem Verstand ertragen kann. Grundsätzlich gilt es jedoch als gutes Omen, die Stimme einer Trompetenelfe von Fern zu hören, Federn, die sie im Flug verliert werden oft zu Glücksbringern verarbeitet.

Dunkelkatze

Die Dunkelkatze (felis dira) ist ein flinkes, lautloses nachtaktives Raubtier, das trotz seiner geringen Körpergröße als sehr gefährlich gilt. So scheut sie nicht davor zurück, es mit einem ganzen Rudel von Wölfen aufzunehmen und fällt bisweilen auch Menschen an. Sie lebt vorwiegend allein in den Wäldern, wagt sich mitunter aber auch in kleine Städte vor, wo sie als schlechtes Omen gilt. Ihre fahlen, gelben Augen vermögen es sogar in tiefster Finsternis zu sehen, ihre feinen Krallen sind rasiermesserscharf und so hart wie Stein. Wird die Dunkelkatze bedroht, sträubt sie ihr Fell und stellt die flügelartigen Fortsätze an ihrem Rücken auf, die ihren Körper beinahe doppelt so groß erscheinen lassen.

Augapfel

Der Augapfel (malum oculare) ist ein Wesen aus einer fremden Welt. Sein mit Gasen gefüllter Körper ist so leicht, dass er sich  durch die Lüfte schwebend fortbewegt. Bei Stürmen klammert er sich mit seinen sechs Tentakel an Bäumen oder Felsen fest, um nicht fortgeweht zu werden. Sein einzelnes Auge ist äußerst empfindlich und sieht nahezu alles, darf jedoch nie dem direkten Licht einer gewöhnlichen Sonne ausgesetzt werden. Mit den Antennen auf seinem Kopf nimmt der Augapfel zudem zarte Schwingungen in der Luft wahr, die auf die Bewegungen seiner Beute hindeuten – kleiner Tiere, die er mit seinen zwei, an langen Hälsen befindlichen Mäulern verschlingt.

Tintengeist

Der Tintengeist (spiritus atramenti) ist ein mehr oder weniger harmloses Geisterwesen, das in Tintenfässern lebt. Seine Schreibgeschwindigkeit ist unübertroffen, verwendet er doch dabei Tinte aus seinem eigenen Körper. Ist diese aufgebraucht, sucht sich der Geist ein neues Tintenfass als Behausung. Bekannt dafür, allerlei Schabernack zu treiben, sind diese Geschöpfe der Albtraum aller Schriftsteller, schreiben sie doch bisweilen heimlich einzelne Sätze oder ganze Seiten zumeist zum Nachteil für deren eigentliche Verfasser um. Erfahrenen Zauberern gelingt es jedoch bisweilen, sich einen Tintengeist untertan zu machen, um ihn als Schreiber einzusetzen.

Kaktuspinguin

Der Kaktuspinguin (sphenicus cactaceus) lebt im ewigen Eis der südlichsten Gegenden der Welt. Zumeist in großen Gruppen von mehreren Dutzend Individuen verharrt er tagsüber regungslos, während er sich, einer Pflanze gleich, vom Licht der Sonne ernährt. Nachts wird er aktiver und watschelt von Ort zu Ort. Wird er angegriffen, legt er sich auf seinen Bauch, um dem Feind nur seinen mit Stacheln bewehrten Rücken darzubieten. Auf diese Weise gleitet er auch bisweilen schneller, als man erahnen könnte, über das Eis hin zum Ozean, wo er nach Fischen jagt, wenn ihm nicht ausreichend Sonnenlicht zur Verfügung steht. Über die Blüte am Kopf, die sich erst im Laufe des Lebens öffnet, finden Männchen und Weibchen einander und brüten gemeinsam ein Ei aus, aus dem dann ein Jungtier schlüpft. Dieses ist am ganzen Körper mit Stacheln bedeckt, die es bei Gefahr aufstellen kann.

Drachenhörnchen

Das Drachenhörnchen (sciurus draconigena) findet man häufig an den entlegenen Hängen bewaldeter Berge, wo es flink von Ast zu Ast springt, während es seltsame Geräusche von sich gibt. Es ist sehr scheu, beobachtet Wanderer mit seinen scharfen Augen jedoch neugierig von den Wipfel hoher Bäume aus. Mit seinen spitzen Zähnen knackt es jede Nuss. Wird es bedroht, stößt es aus seinem Maul kleine Feuerbälle aus, die aber kaum Schaden anrichten können. Die langen Pinsel an seinen Ohren dienen dem Aufspüren von Gefahren und dienen zugleich als Schmuck, um Artgenossen zu imponieren. Drachenhörnchen bilden Paare, die ein Leben lang zusammenbleiben.