Archiv der Kategorie: Texte

Verschiedene Texte

Auf der anderen Seite des Schreibtisches: Episode IV

Auf der anderen Seite des Schreibtisches öffnete sich ein Tor in eine andere Welt. Ich stieg hindurch und hier bin ich nun – gefangen in einer Stadt, in der der Irrsinn herrscht.

So saß ich also mit Octavus Equus Lupus – einem Stoffhasen mit Zuhälterhut und Federboa – und Antonio Müllini – einer sprechenden Mülltonne, die als DJ arbeitete – an einem Tisch im Nachtclub »Hasenstall«. Big W, wie Octavus von allen genannt wurde, hatte eine seiner leicht bekleideten Angestellten losgeschickt, um Getränke für uns zu holen – irgendeinen überteuerten Alkohol in viel zu kleinen Flaschen, wie er für Etablissements wie dieses typisch war. Auf der anderen Seite des Schreibtisches: Episode IV weiterlesen

Auf der anderen Seite des Schreibtisches: Episode III

Auf der anderen Seite des Schreibtisches öffnete sich ein Tor in eine andere Welt. Ich stieg hindurch und hier bin ich nun – gefangen in einer Stadt, in der der Irrsinn herrscht.

Da saß ich nun – am Boden einer hässlichen Seitengasse, umgeben von Abfall und ohnmächtigen Duliöhsüchtigen. Bei mir war Antonio Müllini – Mülltoni, wie er sich selbst nannte – eine sprechende Mülltonne, die eine Karriere als DJ anstrebte und offensichtlich mein neuer bester Freund war. Ich war immer noch etwas außer Atem von dem Kampf, den wir hinter uns hatten. Mülltoni schien es gut zu gehen. Er wirkte nicht einmal mehr betrunken. Stattdessen blickte er mich nun erwartungsvoll an. Auf der anderen Seite des Schreibtisches: Episode III weiterlesen

Auf der anderen Seite des Schreibtisches: Episode II

Auf der anderen Seite des Schreibtisches öffnete sich ein Tor in eine andere Welt. Ich stieg hindurch und hier bin ich nun – gefangen in einer Stadt, in der der Irrsinn herrscht.

Erschöpft ließ ich mich gegen die Wand einer vor Müll nur so überquellenden Hintergasse sinken. Der Deal im Lagerhaus war nicht so gelaufen, wie es hätte sein sollen. Ich hatte nicht nur kein Geld bekommen, sondern auch die Ware verloren. Da die Duliöhsüchtigen herausgefunden hatten, dass die Karten falsch waren, würden sie mich nun vielleicht sogar verfolgen, um Rache an mir zu nehmen. Diesen Junkies war alles zuzutrauen. Zum Glück stand die Sonne hoch am klaren Himmel und diese Kerle mochten – wie ich wusste – kein Sonnenlicht. Trotzdem hatte ich – nur zur Sicherheit – zwei Häuserblocks zwischen mich und das Lagerhaus gebracht. Auf der anderen Seite des Schreibtisches: Episode II weiterlesen

Auf der anderen Seite des Schreibtisches: Episode I

Auf der anderen Seite des Schreibtisches öffnete sich ein Tor in eine andere Welt. Ich stieg hindurch und hier bin ich nun – gefangen in einer Stadt, in der der Irrsinn herrscht.

Mit einem unguten Gefühl im Magen betrat ich das Lagerhaus in einer der schlimmsten Gegenden der Stadt. Die Tür fiel mit einem Quietschen hinter mir zu, das fast wie ein Schrei klang. Regale, die bis zur Decke reichten, umgaben mich zu beiden Seiten. Was sich darauf befand, konnte ich nicht sagen, denn schwere Planen verdeckten die Sicht. Es war mir schleierhaft, warum ich den Kunden ausgerechnet hier treffen sollte. Wie üblich hatte Horses mir diesen Deal verschafft. Wie üblich war etwas faul an dieser Sache. Auf der anderen Seite des Schreibtisches: Episode I weiterlesen

Das goldene Korn

Im Norden des Fürstentums Ertanien lebte einst ein Bauer namens Juwin mit seiner Familie. Das Leben im Hochland am Rande der Bockhöhen war entbehrungsreich, denn der Boden war hart und nur schwer zu bestellen. Immer wieder machten Stürme aus den Höhen die Ernte zunichte. Doch waren die Bewohner jenes Landes zu stur und erdgebunden, um ihre Heimat zu verlassen und anderswo ein Auskommen zu suchen. Das goldene Korn weiterlesen

Des Grafen Nachtisch

Einst lebte in Miena ein junger Mann namens Glawin. Sein Vater war schon lange tot, seine Mutter war Priesterin im Tempel der Götter, er selbst hatte das Schneiderhandwerk erlernt. Er führte ein bescheidenes Leben und war glücklich mit dem, was er hatte. Eines Tages wurde er von Mereno, dem Grafen von Miena gerufen, um für dessen Tochter ein neues Kleid anzufertigen. Des Grafen Nachtisch weiterlesen

Die Bogenschützin von Fisandanon

Lange Zeit wurden die großen Wälder im Osten und Süden von den Ranchar beherrscht – spinnenhaften Geschöpfen, die ein wenig größer als Menschen und nicht weniger klug waren. Die Menschen hatten nicht viel Umgang mit ihnen, denn nur selten kamen Ranchar zu ihnen, noch seltener wagte sich ein Mensch in die Wälder. Die Bogenschützin von Fisandanon weiterlesen