Archiv der Kategorie: Geschichten

Kurze Geschichten aus dem Sarucho-Legendarium

Das goldene Korn

Im Norden des Fürstentums Ertanien lebte einst ein Bauer namens Juwin mit seiner Familie. Das Leben im Hochland am Rande der Bockhöhen war entbehrungsreich, denn der Boden war hart und nur schwer zu bestellen. Immer wieder machten Stürme aus den Höhen die Ernte zunichte. Doch waren die Bewohner jenes Landes zu stur und erdgebunden, um ihre Heimat zu verlassen und anderswo ein Auskommen zu suchen. Das goldene Korn weiterlesen

Des Grafen Nachtisch

Einst lebte in Miena ein junger Mann namens Glawin. Sein Vater war schon lange tot, seine Mutter war Priesterin im Tempel der Götter, er selbst hatte das Schneiderhandwerk erlernt. Er führte ein bescheidenes Leben und war glücklich mit dem, was er hatte. Eines Tages wurde er von Mereno, dem Grafen von Miena gerufen, um für dessen Tochter ein neues Kleid anzufertigen. Des Grafen Nachtisch weiterlesen

Die Bogenschützin von Fisandanon

Lange Zeit wurden die großen Wälder im Osten und Süden von den Ranchar beherrscht – spinnenhaften Geschöpfen, die ein wenig größer als Menschen und nicht weniger klug waren. Die Menschen hatten nicht viel Umgang mit ihnen, denn nur selten kamen Ranchar zu ihnen, noch seltener wagte sich ein Mensch in die Wälder. Die Bogenschützin von Fisandanon weiterlesen

Die Knochen des Fremden

Einst lebte in Orvolor ein unheimlicher Mann. Groß und dürr war er. Stets hüllte er sich in einen schwarzen Umhang und er bedeckte sein Gesicht mit einem dunklen Schleier, wann immer er sich im Tageslicht aufhielt. Keiner wusste, woher er gekommen war, doch glaubten viele zu wissen, dass der Fremde einst ein Diener der Culmorier gewesen war. Die Knochen des Fremden weiterlesen

Gilard der Großzügige

In Werenvach, im Königreich Styronna wurde einst ein Kind mit dem Namen Gilard geboren. Seine Eltern waren Händler, die sich durch Geschäfte mit Nah und Fern großen Wohlstand erworben hatten.
Frieden herrschte im Reich und so verbrachte Gilard eine unbeschwerte Kindheit. Früh erkannte er jedoch, dass es in den Straßen der Stadt jene gab, die nicht so viel hatten wie er und trotz des Friedens ein trostloses Leben führten. Manche hatten ihr Unglück selbst verschuldet, andere nicht, doch durch sie sah Gilard, wie sehr das Schicksal ihn bei seiner Geburt begünstigt hatte. So oft er konnte, gab er den Armen, was er hatte – sei es nun Gold oder eine warme Mahlzeit. Gilard der Großzügige weiterlesen

Die Hügel des Grauens

Inmitten der Wälder an der Grenze von Orvolor gab es einst eine Stadt namens Gyria. Lange Jahre hindurch hatte sie als Ort des Friedens und der Gastfreundschaft gegolten, doch mit der Ankunft eines Fremden änderte sich alles. Dessen Worte waren wie ein Gift, das sich langsam in die Gemüter der Gyrianer fraß. Sie wurden gierig und hinterhältig, ihr freundliches Wesen ins Gegenteil verkehrt. Bald waren sie weithin als Wegelagerer, Räuber und Mörder bekannt. Die Hügel des Grauens weiterlesen