Alacrion

Geschichte

Junge Jahre

Alacrion wurde im Jahr 1811 K.Z. als Sohn Alvandos in Nagilmen auf der Insel Elva Illéos geboren. Er war noch ein Säugling als die Flotte der Kinder Almarions auslief. So konnte er sich später auch kaum an deren Irrfahrten im Grauen Meer erinnern. Als die Almári dann die Küste Losias erreichten und sich in Loramar niederließen, war Alacrion drei Jahre alt. Den Rest seiner Kindheit verbrachte er in dem Haus, das seine Eltern in Darelva errichteten. Da Alacrion keine Veränderungen mochte, blieb er auch dort, als seine Eltern nach Vainámon übersiedelten. Wohl aber erfasste ihn mit der Zeit eine Unruhe, die ihn schließlich dazu trieb, seinen Vater zu begleiten, als dieser die Emra überschritt, sich in Orvolor niederließ und dort die Stadt Trinatia erbaute.

Statthalter des Vaters

In Trinatia fand Alacrion eine neue Heimat. Während sein Vater ins Reich der Ranchar reiste, blieb Alacrion jedoch zurück, am an seiner Statt das Volk zu hüten, das ihm schnell ans Herz gewachsen war. So empfing er dann auch Gesandtschaften der Ranchar, wann immer Alvando nicht zugegen war und seinen Pflichten als Mitglied des Rates der Sieben in Vainámon nachging. Die wachsenden Spannungen mit Voréos beobachtete er mit Besorgnis, fürchtete er doch das Leid, das ein Krieg über die Bevölkerung bringen würde. Das dieses unabwendbar war, begriff er erst im Jahr 664 S.Z., als aus Vainámon die Nachricht von Kulmos Verrat und Alvandos Tod kam. Groß war da Alacrions Trauer noch größer der Zorn, den er bis dahin nicht gekannt hatte. Das Volk von Orvolor erhob ihn zum König und Alacrion nahm diese Würde an, die sein Vater stets abgelehnt hatte. Als König schloss er sich dem Völkerbund an, den Larnélion zum Kampf gegen Voréos ins Leben gerufen hatte. So führte er dann im Jahr 669 S.Z. die Truppen Orvolors in die Belagerung von Murgunmor. Während der zahlreichen Kämpfe lernte er dort Varacnia kennen, die nach dem Tod ihrer Mutter zur Königin der Ranchar gekrönt wurde, und schloss Freundschaft mit ihr.

König von Orvolor

Als der Krieg vorüber und Voréos besiegt war, kehrte Alacrion mit dem, was von seinem Heer geblieben war, nach Orvolor zurück. Die Kämpfe hatten ihn sehr erschüttert, doch machte er sich sogleich daran, die Wunden zu heilen, die diese beim Volk hinterlassen hatten. Zwar bot Leirael ihm an, den Sitz seines Vaters im Rat der Sieben anzunehmen, doch Alacrion lehnte ab. In der folgenden Friedenszeit gelang es dem König, die Pracht und den Wohlstand Orvolors zu mehren, doch saß die Furcht vor einer Rückkehr des Herrn der Finsternis tief. Einzig die Heirat mit seiner Jugendliebe vermochte dieses Gefühl ein wenig zu lindern. Im Jahr 1089 S.Z. wurde dann sein Sohn Aracamo geboren, elf Jahre später seine Tochter Dariona. Die Freude war nur von kurzer Dauer, entfesselte doch Voréos im Jahr 1113 S.Z. seine gesamte Streitmacht. Da Alacrion stets eine Wache unterhalten hatte, gelang es ihm, den vorrückenden Truppen schnell Einhalt zu gebieten. So hielt er den Feind am Ranalun und an der Emra auf, sodass dieser den Boden Orvolors nicht berührte. In den nächsten Jahrzehnten und Jahrhunderten war Alacrion damit beschäftigt, die Grenzen seines Reiches zu sichern. Dabei achtete er so sehr auf das Wohl seines eigenen Volkes, dass er nicht eingriff, als seine Verwandten im Westen ihn um Hilfe baten. Während die anderen Reiche der Almári nach und nach vergingen, gelang es Alacrion auf diese Weise, das seine zu schützen. Dass seine Tochter Dariona sich nach Umenach begab und den Feind von dort aus herausforderte, bereitete ihm zwar Kopfzerbrechen, doch ließ er sie gewähren, da er insgeheim wusste, dass sie das Richtige tat.

Die Morgenlose Dunkelheit

Zwar mischte Alacrion sich nicht in die Kämpfe gegen den Herrn der Finsternis ein, doch nahm er jeden auf, der aus dem Westen oder dem Norden nach Orvolor floh. Hin und her gerissen zwischen der Liebe zu seinen Verwandten und der zu seinem Volk, hielt er sich schweren Herzens zurück, als Valya und Larnélion fielen. Dies bestärkte ihn nur noch mehr darin, sein eigenes Land zu verteidigen. Da Voréos und dessen Hauptleute sich kaum um Orvolor kümmerten, gelang ihm dies auch ohne weiteres. Zwar forderten viele seiner Berater und manche seiner aus dem Westen geflohenen Verwandten ihn zum Handeln auf, doch blieb Alacrion stur. Erst als seine Freundin Varacnia ihn im Jahr 1620 S.Z. um Beistand bat, konnte Alacrion nicht länger tatenlos zusehen. Gemeinsam mit Varacnia sammelte er zahlreiche Verbündete in Orvolor um sich, um der Herrschaft des Herrn der Finsternis ein Ende zu bereiten. Im Jahr 1625 S.Z. führte er dann ein gewaltiges Heer gegen den Umcalorion, um Voréos in seiner Festung zu belagern. An den Hängen des Berges starb Alacrion an der Seite seiner Verbündeten.


Persönlichkeit

Alacrion war ein eher zurückhaltender, ruhiger Mann. Er liebte den Frieden und mochte keine Veränderungen. Entscheidungen traf er nur langsam, wenn er sie jedoch getroffen hatte, stand er hinter ihnen. Für das Volk, das ihm die Krone aufgesetzt hatte, empfand er eine tiefe Zuneigung und er sah sich verantwortlich für alles, was diesem zustieß.


Erscheinung

Alacrion war ein großer schlanker, aber nicht übermäßig kräftiger Mann. Seine Augen waren von einem strahlenden Grau, sein langes glattes Haar von einem dunklen Braun. Ein zarter Schimmer umgab seinen Körper.


Besondere Fähigkeiten

Alacrion verstand sich wie die meisten Almári sehr gut auf die Heiligen Künste, doch gebrauchte er diese nur selten, wenn es nicht notwendig war. Die Zeichensprache der Ranchar verstand er besser als die meisten anderen.


Erwähnung

  • DWS: 216, 322
  • DLDD: 212-213