Kulmo

Geschichte

Junge Jahre

Kulmo wurde im Jahr 899 K.Z. als fünftes Kind von Almarion und Myaleira in Almaséa geboren. Er wuchs gemeinsam mit seinem um zwei Jahre jüngeren Bruder Ilmo auf, mit dem er oft in Streit geriet, der dann nur von seinem älteren Bruder Alvando geschlichtet werden konnte. Schon früh gewann Kulmo die Kunst lieb – insbesondere die Malerei, in der er wahre Meisterschaft erlangte. Als seine Schwester Inya geboren wurde, liebte er sie mehr als alle anderen und achtete stets auf ihr Wohlbefinden. Obwohl er oftmals mit Ilmo stritt, ließ er sich doch von dessen Reden hinreißen und begleitete seine Geschwister, als diese im Jahr 1811 K.Z. Elva Illéos verließen.

Landung der Almári

Mit seinen Geschwistern landete Kulmo nach jahrelanger Irrfahrt auf dem Grauen Meer an der Küste Losias, wo er gemeinsam mit den anderen Almári die Stadt Darelva erbaute. Er war auch am Bau Vainámons beteiligt, wo er sich niederließ, sobald die Stadt fertiggestellt war. Dort wurde er in den Rat der Sieben gewählt, um die Anliegen der Almári zu vertreten, die ihm folgten. Im Jahr 327 S.Z. zog es ihn nach Osten, wo er sich am Ufer des Flusses Emra niederließ und die Stadt Caladon gründete. Unter den Sterblichen, die die umliegenden Lande bevölkerten, war Kulmo bald sehr beliebt, nahm er sich doch stets deren Sorgen an. So kam er ihnen auch zu Hilfe, als sie von Mursogi bedrängt wurden, die in das obere Tal der Emra einfielen. Er vertrieb die Mursogi und verjagte sie in die Schattenberge.

Erste Auseinandersetzung mit Voréos

Da die Mursogi sich an Voréos wandten und dieser seinen Diener Durmo aussandte, um ihnen beizustehen, kam es im Jahr 366 S.Z. zur ersten Schlacht zwischen den Almári und den Truppen des Herrn der Finsternis. Kulmo trat dem Feind entgegen, der in das Tal der Emra einfiel, wurde aber bis Caladon zurückgeschlagen. Dort wäre er beinahe geschlagen worden, wären ihm nicht im letzten Augenblick seine Brüder Alvando und Ilmo zur Hilfe geeilt. Gemeinsam schlugen die drei Brüder den Feind zurück und ritten sogar nach Murgunmor, um den Herrn der Finsternis zur Rede zu stellen. Das Gespräch endete im Unglück, als Ilmo Voréos den Krieg erklärte. Daraufhin begann Kulmo das Land zu befestigen, das unter seinem Schutz stand. Auch den Mursogi gebot er unzählige Male Einhalt, die immer wieder ins Tal der Emra einfielen.

Heirat

Im Zuge seiner Bemühungen um das Tal der Emra lernte Kulmo die junge Norvil kennen, die ihre Eltern bei einem Überfall der Mursogi verloren hatte. Voller Mitleid nahm er sie bei sich auf und zog sie groß. Als sie erwachsen war, verliebte sie sich in ihn und er erwiderte die Gefühle. Zwar rieten manche seiner Geschwister ihm davon ab, eine Sterbliche zu heiraten, doch war Kulmos Liebe zu Norvil zu groß. Die beiden wurden ein Paar und hatten drei Kinder – eine Tochter mit dem Namen Norode und zwei Söhne namens Nomros und Urmios. Kulmos Glück war vollkommen, doch holte Norvil bald schon das Schicksal der Sterblichkeit ein. Sie alterte und trotz Kulmos Bemühungen fand sie den Tod. Daraufhin war dieser so verzweifelt, dass er sich aus der Öffentlichkeit zurückzog und seine Pflichten vernachlässigte.

Fall zur Dunkelheit

Als Durmo erneut Krieg über die Reiche der Almári brachte, war Kulmo nicht darauf vorbereitet. Zu zögerlich kam er den anderen Almári zu Hilfe. So konnte er nicht verhindern, dass Lurion, der Gatte seiner Schwester Valya, von Durmo getötet wurde. Zwar blieben die Almári siegreich, doch gab Kulmo sich die Schuld an den vielen Verlusten, die sie hatten erleiden müssen. Daher sprach er sich im Rat der Sieben dafür aus, Voréos‘ Machenschaften zu beenden und Murgunmor anzugreifen. Da keines seiner Geschwister sich ihm anschloss, zog er allein mit einer Handvoll Krieger los, um den Herrn der Finsternis herauszufordern. Während seine Mitstreiter starben, wurde Kulmo in ein tiefes Verlies geworfen, wo er mehr als hundert Jahre lang gefoltert wurde. Erst das Versprechen Voréos‘, ihm dabei zu helfen, seine verstorbene Gattin aus dem Reich der Toten zurückzuholen, brach Kulmos Willen. So schwur er dem Herrn der Finsternis die Treue. Als dessen Diener kehrte er nach Vainámon zurück, wo er erneut in Streit mit Ilmo geriet. Als er diesen töten wollte, trat Alvando dazwischen und es kam zum Kampf. Kulmo floh aus der Stadt, nachdem er seinen Bruder tödlich verwundet hatte.

Die ersten Culmorier

Während die Almári nun in Vainámon gegen die Diener Voréos‘ kämpften, scharte Kulmo Verbündete um sich. Da er sehr beliebt gewesen war, schlossen sich ihm nicht wenige Almári an. Darunter waren nicht nur seine Tochter Norode und sein Sohn Urmios, sondern auch sein Neffe Omarenas und viele andere. Die dreizehn mächtigsten von ihnen ernannte Kulmo zu Schattenfürsten und er band sie mit einem Blutschwur an sich. Alle Almári, die ihm dienten, nannten sich bald Culmorier. Als Kulmos Geschwister sich dann tatsächlich dazu entschieden, Murgunmor anzugreifen, trat er ihnen dort im Kreis der Culmorier entgegen und brachte ihnen und ihren Verbündeten große Verluste bei. Dennoch blieben die Almári siegreich und schlugen Voréos in die Flucht. Kulmo floh mit seinem Herrn und begleitete diesen auf seiner jahrhundertelangen Wanderschaft. In der Wildnis sorgte er dafür, dass Voréos seinem Vorhaben, Ordnung in der Welt zu schaffen, treu blieb. So ließ dieser sich schließlich im Berg Umcalorion nieder und scharte erneut all seine Diener um sich. Auch die Culmorier rief Kulmo zu sich, sodass sie jahrelang im Geheimen unter dem Berg zugange waren.

Herr von Curachdar

Als Voréos im Jahr 1113 S.Z. seine Truppen entfesselte, blieb Kulmo im Umcalorion zurück, um ihn zu beraten. Erst als die Almári entscheiden geschwächt waren, entsandte Voréos seinen treuen Diener in die Schattenberge, wo dieser auf den Grundfesten Murgunmors die Festung Curachdar errichtete. Von dort aus herrschte Kulmo fortan über das Tal der Emra. Immer wieder sandte er seine Truppen aus, um den Almári Schwierigkeiten zu bereiten, während er am Oberlauf der Emra eine Flotte rüstete. Diese Flotte schickte er im Jahr 1252 S.Z. unter seinem Neffen Omarenas aus, um Darelva zu erobern. Tatsächlich fiel die Stadt und Omarenas brachte Kulmo seine Schwester Inya als Gefangene. Mit Hilfe der Träne der Götter gelang es dieser ein letztes Mal zu ihrem Bruder durchzudringen, sodass Kulmo ihr erlaubte, aus Curachdar zu fliehen. Danach versankt dieser endgültig in der Dunkelheit. In Curachdar suchte er nach immer neuen Wegen, die Heiligen Künste seinem Willen zu unterwerfen, während seine Truppen Tod und Verwüstung säten. Schließlich sorgte einer seiner Diener dafür, dass der Namenlose Meuchler Inya tötete. So gab es nichts mehr, was Kulmo zurückgehalten hätte.

Schlacht von Agar Dursol

Während Kulmo viele Jahrhunderte lang von Curachdar aus die umliegenden Länder in Angst und Schrecken versetzte, waren es meist seine Untergebenen, die seinen Willen ausführten. Er selbst verließ seine Festung erst wieder, als Voréos ihm befahl, seine Schwester Valya in deren Burg Agar Dursol anzugreifen. Zu diesem Zweck rüstete Kulmo ein großes Heer. Zudem entsandte er seinen Sohn Nomros als Spitzel. Im Jahr 1570 S.Z. war es dann so weit. Kulmo griff Agar Dursol an und belagerte die Festung viele Wochen lang. Dort stellte sich sein Sohn gegen ihn. Nomros tötete seine Schwester Norode, da diese seine geheime Gattin gefoltert und ermordet hatte. Daraufhin stellte er sich auch gegen seinen Vater, doch unterlag er Kulmo und starb. Kulmo bedauerte seinen Tod nicht, hatte er doch längst jedes Gefühl verloren. Schließlich stand er dann auf dem Schlachtfeld seiner Schwester Valya gegenüber. Die beiden fochten erbittert miteinander, doch behielt Kulmo die Oberhand. Nachdem er Valya getötet hatte, ließ er ihre Burg schleifen und hunderte ihrer Untergebenen töten.

Letzter Kampf

Als die Morgenlose Dunkelheit über die Welt hereinbrach, zog Kulmo sich erneut nach Curachdar zurück. Dort blieb er, bis Voréos ihn im Jahr 1624 S.Z. zu sich rief, hatte er doch erfahren, dass die Almári sich mit den Ranchar verbündet hatten und einen Angriff auf den Umcalorion vorbereiteten. So versammelte Kulmo seine Truppen am Berg und trat den Heeren Alacrions und Varacnias entgegen. Dort kämpfte er gegen Dariona und deren Sohn Curdanion, den König von Umenach, und tötete beide. Auch Arcios stand er gegenüber, schließlich war es aber Valyas Sohn Lorenas, der Kulmo unter Einsatz seines Lebens niederwarf und erschlug.


Persönlichkeit

Kulmo war zu Beginn ein gefühlvoller Mensch, der sich oftmals schwertat, diesen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Er war ruhig und gütig, konnte aber auch sehr aufbrausend sein. Nach dem Tod seiner Gattin Norvil war er am Boden zerstört und verfluchte sich selbst und das Schicksal. Dies trieb ihn dem Herrn der Finsternis in die Hände, der ihn mit falschen Versprechen lockte. In dessen Dienst verlor Kulmo sich selbst mehr und mehr aus den Augen und wurde zu einem Ungeheuer, das nur mehr an Tod und Zerstörung Freude fand.


Erscheinung

Kulmo war ein großer, schlanker Mann mit schwarzem Haar und blauen Augen. Da er im Zuge seiner Suche nach einem Gegenmittel für den Tod einen Curach in sich aufnahm, verzerrte sich sein Körper im Laufe der Jahre mehr und mehr, sodass er schließlich kaum noch menschlich wirkte.


Besondere Fähigkeiten

Wie seine Geschwister war Kulmo ein Meister der Heiligen Künste. Zudem befasste er sich sehr stark mit den Dunklen Künsten. So konnte er etwa gewaltige Heere von lebendigen Toten gegen seine Feinde ins Feld schicken.


Erwähnung

  • DEDV: 262
  • DLDD: 242, 469-471