Lunagron

auch bekannt als: Illwarth

Geschichte

Gründung

Die Stadt Illwarth wurde im Jahr 1500 E.Z. von Enivia, der Königin von Erbarior, gegründet, um eine Verbindung zwischen den Fürstentümern Guilar und Rhunasur zu schaffen. Als Hafenstadt an der Amnua gewann sie schnell an Bedeutung, war sie doch bald der wichtigste Umschlagplatz für Waren, die aus dem westlichen Erbarior nach Guilar geliefert wurden. So wuchs Illwarths Reichtum mit seiner Bevölkerung.

Jüngere Geschichte

Im Laufe der Jahrhunderte wurde Illwarth zur größten Stadt Guilars. Von den vielen Kriegen, die Erbarior gegen seine Feinde führte, blieb die Stadt größtenteils verschont. Einzig wurde jener Teil der Stadt, der südlich der Amnua lag, beim Einfall des Knochenvolkes zerstört und nie mehr richtig aufgebaut. Als Guilar sich nach dem Zweiten Krieg zwischen Erbarior und Lau-Onn im Jahr 2342 E.Z. von Erbarior abspaltete, wurde die Stadt in Lunagron umbenannt, um ihre neue Zugehörigkeit zu verdeutlichen. Umso wichtiger war Lunagron nun für den Handel mit Vanrania und Eldalon, da die frisch gekrönte Königin von Guilar nicht mehr von Erbarior abhängig sein wollte. Nachdem deren Nachfolgerin Olagira den Handel mit Erbarior wiederaufgenommen hatte, verlief auf dieser zum größten Teil über Lunagron.


Bevölkerung

Die Bevölkerung von Lunagron bestand vor allem aus den Linath, die auch den Großteil Erbariors besiedelten. Dazu kam ein nicht unerheblicher Anteil an Nyktaren, die es nach der Eroberung Lewiniens an die Ufer der Amnua verschlagen hatten. Die ebenfalls in Guilar beheimateten Vanrier waren in Lunagron dagegen sehr selten.


Gesellschaft

Allgemein

Obwohl nur wenige Vanrier in Lunagron lebten, war die Gesellschaft der Stadt stark von deren Werten geprägt, die sich dort mit jenen der Linath aus Erbarior vermischt hatten. Die Macht des Adels war groß, ebenso groß die Macht des Geldes, die zumeist in den Händen reicher Händler lag. An der Spitze der Gesellschaft stand der Fürst von Lunagron, der über die Stadt, deren Umland, aber auch die nahen Gewässer der Amnua herrschte. Da das andere Ufer des Flusses zu Erbarior gehörte, endete seine Macht dort. Der wesentlich kleinere, erbarische Teil der Stadt, der weiterhin Illwarth genannt wurde, stand unter der Herrschaft eines Grafen.

Gesetzgebung

Die Gesetzgebung lag in Lunagron in den Händen des Fürsten. Meist wurde er dabei von verschiedenen Beamten unterstützt, die ihn nur in wichtigen Angelegenheiten behelligten.

Bildung

Bildung wurde in Lunagron sehr geschätzt. So gab es mehrere allgemeinbildende Schulen, die Grundkenntnisse in den Bereichen Lese, Schreiben und Rechnen vermittelten. Die Stadt beherbergte zudem eine höhere Schule für Wissenschaften und Redekunst, sowie eine Schule für Heiler.

Streitkräfte

  • Stadtwache

Die Stadtwache von Lunagron war dem Fürsten unterstellt und sorgte in der Stadt und in deren Umgebung für Sicherheit.

  • Flusswache

Die Flusswache war eine kleine Gruppe von Kriegern, die von Schiffen aus die Handelswege auf der Amnua im Auge behielten. Auch sie unterstand dem Fürsten.

Glaube und Brauchtum

Obwohl die meisten der Bewohner von Lunagron Linath oder Nyktaren waren, war der Glaube an die Sieben Wahren Götter die in der Stadt am weitesten verbreitete Glaubensrichtung. Dazu kamen die Wiesengötter und die Götter des Nordens, die ebenfalls von manchen angebetet wurden. Die Bräuche der Stadt waren oftmals stark mit dem Fluss Amnua verbunden.


Wirtschaft und Handel

Das Umland von Lunagron war fruchtbares Ackerland, das genügend Feldfrüchte lieferte, um die ganze Stadt zu ernähren. Dazu kam der Reichtum der Amnua, der ebenfalls ausgebeutet wurde. Die größte Bedeutung hatte Lunagron jedoch für den Handel entlang des Flusses, gab es doch kaum Handelsschiffe, die nicht in der Stadt anlegten.


Erwähnung

  • DEDV: 6
  • DLDD: 6, 86-87, 92, 94, 351