Nechu

Geschichte

Geburt

Nechu wurde im Laufe des Blühenden Zeitalters als Jüngster der Ranvári von Valeno in den Ewige Hallen aus einem Splitter der Zweite Schöpfung erschaffen. Er war dem Nichts näher als seine Geschwister und so verbrachte Valeno viel Zeit damit, ihm die Bedeutung des Seins beizubringen. Zu dieser Zeit hatte er auch viel Umgang mit Selóar, dem Kind der Dämmerung, das ihn Gerechtigkeit lehrte.

Wandlung der Welt

Als das Heilige Zeitalter sich dem Ende zuneigte und auf Sarucho Menschen gegen Mi Sarucho kämpften, flehte Enéra den Schöpfer an, diesen Wahnsinn zu beenden. Dieser stattete Nechu mit der Fähigkeit aus, das All in seinen Grundfesten zu verändern, ehe er ihn nach Sarucho schickte, um Enéra beizustehen. Nechu erschien am Himmel über der Schlacht und hielt diese mit der Macht, die ihm gegeben war, an. Er entrückte Tedéra und die Mi Sarucho aus der Welt der Menschen und erschuf zugleich die Zwischenwelt, in die die Geister der Verstorbenen gingen. Diese Welt nahm er sich zum Sitz, um von dort aus über die Toten zu richten. Viele Mi Sarucho folgten ihm, um ihn bei dieser Aufgabe zu unterstützen. Außerdem gewährte er den Wesen der Schöpfung das Geschenk der Sterblichkeit. Einzig den Getreuen, die an der Seite der Götter gekämpft hatte, ersparte er dieses Schicksal, als Enéra ihn darum bat.

Totenrichter

Viele Jahrtausende hindurch herrschte Nechu als Totenrichter in der Zwischenwelt. Er mischte sich weder in die Geschicke der Sterblichen ein noch in die Machenschaften der Mi Sarucho. So war er auch nicht an Voréos' Sturz beteiligt, als die anderen Götter auszogen, um den Herrn der Finsternis für seinen Taten zur Rechenschaft zu ziehen. Als im Jahr 2365 E.Z. Naron zu ihm gelangte, der in der Schlacht bei Varuvils Wall gefallen war, gelang es Erpantius dessen Seele Bormias' Hilfe aus Nechus Hand zu entreißen. Der Totenrichter gab sich den beiden geschlagen und gewährte Naron ein zweites Leben, gab ihm jedoch zu bedenken, dass dieses eine Bürde und kein Geschenk war.


Persönlichkeit

Nechu war ein unerbittliches Wesen, das weder Freude noch Trauer noch Mitleid kannte. Er lebte einzig für seine Aufgabe, die er mit großer Genauigkeit und Härte ausführte. Die Regeln, die er sich dafür erstellt hatte, hielt er in jedem Fall ein, auch wenn jemand diese gegen ihn wandte.


Erscheinung

Zwar vermochte Nechu wie alle Mi Sarucho sein Äußeres zu verändern, doch erschien er meist als riesenhafte, menschliche Gestalt in einem langen, bräunlichen Umhang. Nur seine alten, knochigen Hände lugten meist daraus hervor. Sein Gesicht verbarg er stets im Schatten einer schweren Kapuze. Dazu trug Nechu einen langen Stab aus knorrigem schwarzem Holz.


Besondere Fähigkeiten

Nechus Kraft war gewaltig. So vermochte er ohne große Mühe das All in Diesseits, Jenseits und Zwischenwelt zu spalten und den Wesen der Schöpfung die Sterblichkeit zu bringen. Mi Sarucho waren ihm ebenso sehr ausgeliefert wie Sterbliche. Einzig über die Ranvári und den Schöpfer hatte er keine Macht.


Erwähnung

  • DWS: 159
  • DLDD: 451, 454-455, 519-520, 524-525, 57