Schlagwort-Archive: Almári

Die Almári sind das Volk der Kinder Almarions. Sie zeichnen sich durch außerordentliche Langlebigkeit aus und sind beinahe gegen alle körperlichen Gebrechen gefeit. Zudem sind sie von Geburt an mit der Gabe gesegnet, auf die Heiligen Künste zurückgreifen zu können.

Der Schreiende König

Das Königreich Styronna wurde langsam in den Wirren eines Bürgerkrieges auseinandergerissen, in dem der Sohn nach der Herrschaft des Vaters strebte. Währenddessen gedieh die kleine Siedlung Reruwalt am Rand des Reiches unter der Führung der einstigen Prinzessin Meressa zu einem prächtigen Dorf. Aus Furcht vor dem Krieg und ihrem wahnsinnigen Bruder Sanard hatte Meressa jedoch einen hölzernen Wall um die Häuser herum erbauen lassen, der dem Dorf auch seinen Namen gab. Der Schreiende König weiterlesen

Schwarzer Fuchs und graues Fleisch

Im Königreich Styronna herrschte einst große Unruhe. Irenard, der König des Landes, hatte nämlich zwei Kinder. Seine Tochter Meressa, die ältere von beiden, war klug und gütig. Das Volk liebte sie. Ihr jüngerer Bruder Sanard war ehrgeizig und stark, aber auch leicht zu erzürnen. Auch er genoss beim Volk großes Ansehen und nicht wenige wollten ihn auf dem Thron seines Vaters sehen, wenngleich dieser von Rechts wegen Meressa zustand. Sie glaubten, Sanard würde das verfallende Reich wieder zu seinem alten Glanz führen, ja sogar das verlorene Großreich Orvolor wiederauferstehen lassen. Schwarzer Fuchs und graues Fleisch weiterlesen

Das dritte Übel

Unter der Obhut Vunas entstand alsbald ein gewaltiger Garten, der sich im Norden bis zu den Hängen der Berge der Höheren Lüfte erstreckte, im Süden beinahe Locha Varialis erreichte. Selbst der Fuß des Wachberges war in sattes Grün gehüllt. Doch damit gab sich Lauréa nicht zufrieden, wollte sie doch die ganze Welt mit Leben erfüllen. So erdachte sie mit Vunas Hilfe unzählige neue Arten von Gewächsen. Zarte Pflänzlein, die nur unter der Obhut der Mi Sarucho gedeihen konnten, ebenso wie widerstandsfähige Ranken, die selbst der Kälte des äußersten Südens zu trotzen vermochten. Deren Saat verstreute Lauréa über die ganze Welt, wo sie aufging, sobald sie von den Strahlen der Sonne berührt wurde. Das dritte Übel weiterlesen

Die erste Begegnung

Um die Lande des Feindes auszukundschaften entsandten die Almári einen Spähtrupp unter Lurion und seiner Gattin Valya. Weit im Osten schlugen sie sich entlang der Berge nach Norden durch, um unbemerkt die Festung des Herrn der Finsternis zu erreichen. Auf dieser Reise trafen sie an einer klaren Quelle im Gebirge zum ersten Mal mit einer Angehörigen des mächtigen Volkes der Drachen aufeinander. Ura war der Name dieses Wesens. Als Lurion das Schwert gegen das riesige Untier erheben wollte, trat Valya dazwischen und richtete stattdessen das Wort an die Drachin, wodurch sie den Grundstein einer bedeutenden Freundschaft legte.

Valya und Kulmo

Eines Tages beschloss der Herr der Finsternis auch die letzten Reste  der Almári, die ihm Jahrhunderte lang Widerstand geleistet hatten, aus dem Norden zu tilgen. So zog er gegen Agar Dursol, die Burg, in die sich Valya, die Tochter Almarions, mit ihrem Volk zurückgezogen hatte. Als Heerführer entsandte er ausgerechnet Valyas Bruder Kulmo, der durch den Einfluss seiner dunkler Kräfte zu einem kaum mehr menschlichen Ungeheuer geworden war. Auf jenem Schlachtfeld vor der letzte Festung eines einstmals mächtigen Volkes trafen Bruder und Schwester ein letztes Mal in einem schicksalshaften Kampf aufeinander.