Schlagwort-Archive: Cilmalan

Cilmalan wurde als Dimisor Selóars geboren, wurde jedoch von diesem zurückgewiesen. Er gilt als mächtigster der Dimisori und als Vater der Drachen.

Der Schlaf

So war nun also das Übel des Südens besiegt – zwar nicht endgültig vernichtet, doch zumindest seiner Kräfte und Freiheit beraubt. In der Zwischenzeit hatten Atia und Nelaro im Norden immer noch mit Olomru zu kämpfen. Denn wenngleich die beiden ihren Feind unablässig bedrängten, gelang es ihnen nicht diesen niederzuringen.
Stattdessen wurde das Übel immer wütender. Nelaro schleuderte unzählige Blitze nach ihm, die jedoch wirkungslos von Olomrus gepanzerter Haut abprallten. Auch Sturm und Hagel vermochten es nicht, es in die Knie zu zwingen. Die Luft schien keinerlei Macht über den Feind zu haben. Der Schlaf weiterlesen

Die Geburtsstunde des Lebens

Nachdem Lauréa die Begeisterung der Ranvári mit ihrer Rede geweckt hatte, entschlossen sich diese, das Werk ihrer Offenbarung gemeinsam zu vollbringen und eine Perle Enus zu erschaffen, die selbst den Schöpfer mit Staunen und Stolz erfüllen würde. Die Geburtsstunde des Lebens weiterlesen

Lirinellas Verhängnis

Cilmalan war der erste, der die Dunklen Tore durchschritt und in die Welt außerhalb der heimatlichen Hallen eintauchte. Als die Mi Sarucho sahen, dass ihm nichts geschah, strömten auch sie hinaus in die Weiten Enus.
Was sie fanden, war ein gewaltiger Raum voller Wunder und Schrecknisse, in dem nichts so war, wie sie es sich erträumt hatten. Bruchstücke der Urstoffe schwirrten frei und ungebunden durch eine scheinbar endlosen, in Finsternis gehüllte Weite. Die Heiligen Kräfte durchzogen diese, bald als breite, tosende Ströme, bald als hauchfeine Äderchen, bald als bunter Nieselregen, bald als undurchsichtiger, schillernder Nebel. Inmitten der allumfassenden Dunkelheit hab es Lachen von klarem Licht, um die kleine Teilchen herumschwirrten, während sie Wirbel auf den glänzenden Oberflächen hinterließen. Hier und da trafen diese Wirbel aufeinander, vermischten sich oder verschlucken einander. Wohin man auch blickte, überall herrschte Unordnung – zugleich schön und schrecklich. Lirinellas Verhängnis weiterlesen

Die Freisetzung der Dritten Schöpfung

Obwohl das Anliegen Enéras und Voréos‘ mit der Schöpfung der Dimisori bereits erfüllt worden war, erschienen dem Schöpfer seine Ewigen Hallen immer noch allzu leer. Daher erschuf er mit Hilfe der Regenbogenkugel eine Reihe geringere Geister. Ihre Zahl, so heißt es, überträfe sogar die der Sterne am Himmel. Vielfältig waren sie in ihrer Gestalt, ihren Fähigkeiten, Gefühlen und Gesinnungen. Manche waren beinahe so mächtig wie die Dimisori, andere hoben sich an Kraft kaum von den noch ungeborenen Kindern der Schöpfung ab. Die Freisetzung der Dritten Schöpfung weiterlesen

Die Spielgefährten

Der Rückzug des Schöpfers fiel den Ranvári zunächst nicht auf, hatten doch auch sie Werke ohne Zahl, denen sie sich mit ihrem ganzen Wesen hingeben konnten. Bald jedoch bemächtige sich ein Gefühl der Einsamkeit der vier jüngeren Kinder Valenos. Ihre Gemächer waren zwar wunderschön und erfüllten ihre Herzen mit Freude, doch welchen Wert hatte eine Freude, die nicht geteilt werden konnte? Freilich bewunderten die Vier auch die Werke ihrer Geschwister, doch am lieblichsten und erfüllendsten erschienen ihnen stets die eigenen. Die Spielgefährten weiterlesen