Schlagwort-Archive: Orvolor

Orvolor war einst ein mächtiges Reich südlich des Mondgebirges. Von den Almári gegründet verfiel es im Laufe der Jahrhunderte von Innen heraus.

Die Knochen des Fremden

Einst lebte in Orvolor ein unheimlicher Mann. Groß und dürr war er. Stets hüllte er sich in einen schwarzen Umhang und er bedeckte sein Gesicht mit einem dunklen Schleier, wann immer er sich im Tageslicht aufhielt. Keiner wusste, woher er gekommen war, doch glaubten viele zu wissen, dass der Fremde einst ein Diener der Culmorier gewesen war. Die Knochen des Fremden weiterlesen

Die Hügel des Grauens

Inmitten der Wälder an der Grenze von Orvolor gab es einst eine Stadt namens Gyria. Lange Jahre hindurch hatte sie als Ort des Friedens und der Gastfreundschaft gegolten, doch mit der Ankunft eines Fremden änderte sich alles. Dessen Worte waren wie ein Gift, das sich langsam in die Gemüter der Gyrianer fraß. Sie wurden gierig und hinterhältig, ihr freundliches Wesen ins Gegenteil verkehrt. Bald waren sie weithin als Wegelagerer, Räuber und Mörder bekannt. Die Hügel des Grauens weiterlesen

Das weiße Wier im grünen Feld

Jahrzehntelang hatte Mureiya, die Anführerin der Culmorier und Meisterin der Dunklen Künste, durch Schrecken und Willkür als Königin über Orvolor geherrscht. Nun war sie an ihrem eigenen Hochmut zugrunde gegangen. Sie hinterließ keinerlei Erben und, wenngleich das Volk von Orvolor ihren Tod hinter verschlossener Tür bejubelte, gab es im Reich immer noch genügend ihrer Anhänger.
Während sich nun manch einer der Fürsten des Reiches gegen Mureiyas Diener erhob, um das geknechtete Volk zu befreien und die Ordnung wiederherzustellen, stritten sich die Culmorier auch untereinander um die Nachfolge ihrer Herrin. Alsbald tobte ein blutiger Bürgerkrieg. Das weiße Wier im grünen Feld weiterlesen

Der Schreiende König

Das Königreich Styronna wurde langsam in den Wirren eines Bürgerkrieges auseinandergerissen, in dem der Sohn nach der Herrschaft des Vaters strebte. Währenddessen gedieh die kleine Siedlung Reruwalt am Rand des Reiches unter der Führung der einstigen Prinzessin Meressa zu einem prächtigen Dorf. Aus Furcht vor dem Krieg und ihrem wahnsinnigen Bruder Sanard hatte Meressa jedoch einen hölzernen Wall um die Häuser herum erbauen lassen, der dem Dorf auch seinen Namen gab. Der Schreiende König weiterlesen

Schwarzer Fuchs und graues Fleisch

Im Königreich Styronna herrschte einst große Unruhe. Irenard, der König des Landes, hatte nämlich zwei Kinder. Seine Tochter Meressa, die ältere von beiden, war klug und gütig. Das Volk liebte sie. Ihr jüngerer Bruder Sanard war ehrgeizig und stark, aber auch leicht zu erzürnen. Auch er genoss beim Volk großes Ansehen und nicht wenige wollten ihn auf dem Thron seines Vaters sehen, wenngleich dieser von Rechts wegen Meressa zustand. Sie glaubten, Sanard würde das verfallende Reich wieder zu seinem alten Glanz führen, ja sogar das verlorene Großreich Orvolor wiederauferstehen lassen. Schwarzer Fuchs und graues Fleisch weiterlesen

Der Hüter des Waldes

Tief im Wald gab es einst eine Heilquelle, die die Menschen jener Zeit Elácala nannten. Lange Jahrhunderte war sie unberührt geblieben und nur wenigen bekannt. Doch eine Weissagung hatte Larayos, einen Prinzen des nahen Königreiches Orvolor, der an einer schrecklichen Krankheit litt, an diesen Ort geführt, und ihm Heilung gebracht. Der Hüter des Waldes weiterlesen