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Selóar ist ein Ranvar, das von Valeno als Verbindung zwischen Licht und Finsternis geschaffen wurde. Bisweilen als Gottheit der Dämmerung verehrt, blieb es allein von den Ranvári in den Ewigen Hallen zurück.

Die Geburtsstunde des Lebens

Unverzüglich entsandten die Ranvári also Ravéla, die schnellste der Dimisori, um nach einer Welt zu suchen, die der Verwirklichung ihres Traumes dienlich gewesen wäre. Diese durcheilte lange die unermesslichen Weiten des Alls, doch kaum eine der unzähligen Welten, die sie auf ihrem Weg sah, schien den Ansprüchen derer zu genügen, die sie entsandt hatten. Stets fand die Dimisor irgendeine Kleinigkeit, die missfiel. Sie sah bald selbst ein, dass sie auf diese Weise niemals fündig werden würde und dass die Welt, die sie suchte, nicht vollkommen sein, sondern werden sollte. Daher wählte sie scheinbar zufällig eine Welt in den Tiefen des Raumes. Die Geburtsstunde des Lebens weiterlesen

Die Freisetzung der Dritten Schöpfung

Obwohl das Anliegen Enéras und Voréos‘ mit der Schöpfung der Dimisori bereits erfüllt worden war, erschienen dem Schöpfer seine Ewigen Hallen immer noch allzu leer. So erschuf er mit Hilfe der Regenbogenkugel eine Reihe geringere Geister. Ihre Zahl, so heißt es, wäre größer gewesen als die der noch ungeborenen Sterne am Himmel späterer Zeitalter. Vielfältig waren ihre Fähigkeiten, Gestalten und Gesinnungen. Manche waren beinahe so mächtig, wie die Dimisori, andere hoben sich an Kraft kaum von den Kindern der Schöpfung ab. Die Freisetzung der Dritten Schöpfung weiterlesen

Die Dimisori

So waren nun die sieben Ranvári ins Sein getreten und die Säulen der Schöpfung trugen das Gewicht all jener Welten, die noch erschaffen werden würden. Die Ewigen Hallen erblühten durch ihre Bewohner zu einer Pracht, die sich beinahe mit jener verlorenen Pracht der Zweiten Schöpfung messen konnte. Alle erfreuten sich ihres Seins und es herrschte immerwährender Frieden. Die Dimisori weiterlesen

Das Kind der Dämmerung

Enéra war Voréos im Geiste sehr unähnlich. Sie war eigenwillig und hochmütig, sich ihrer unbändigen Kraft vollkommen bewusst, der sie ohne Bedenken freien Lauf ließ. Nur ein kleiner Funken des Nichts – nicht mehr als ein Staubkorn – wohnte ihr inne, doch war es bereits genug, um sie mit Neid und Missgunst zu erfüllen. Sie beneidete ihren Bruder, den Erstgeborenen, um die Gunst des Schöpfers, ohne zu erkennen, dass sie selbst ebenso große Gunst erfuhr. Das Kind der Dämmerung weiterlesen