Govania

Geschichte

Enstehung

Govania wurde in den letzten Jahren des Kupfernen Zeitalters gegründet, als Menschen sich an der Nordgrenze Styronnas unweit der Wälder niederließen. Über viele Jahrhunderte blieb die Siedlung recht überschaubar, denn nur wenige wagten es, so nah am Wald zu wohnen. Mitunter wurden die Einwohner von Govania dort von den Ranchar besucht. Dorthin verschlug es im Jahr 373 S.Z. eine Almar namens Vallaréa auf ihrer Suche nach den Ranchar. Von Govania aus drang sie in den Wald ein. Dort ließ sie sich auch nieder, nachdem sie ihre Suche nach monatelangem Umherirren aufgegeben hatte. Auch nachdem sie die Ranchar im Beisein Alvandos schließlich doch gefunden hatte, blieb Vallaréa in Govania. Unter ihr wurde aus der kleinen Siedlung eine Stadt, in der die Almári immer wieder Gesandte der Ranchar empfingen.

Hauptstadt von Styronna

Im Laufe der nächsten Jahrzehnte siedelten sich weitere Almári in Govania an, sodass die Stadt rasch an Einfluss gewann. Es dauerte nicht lange, bis sie als Hauptstadt Styronnas angesehen und Vallaréa vom Volk Fürstin genannt wurde. Als Vallaréa im Jahr 533 S.Z. dann erneut aufbrach, um die Wälder zu erkunden und nicht wiederkehrte, übernahm ihre Tochter Naromis die Herrschaft über Govania und das umliegende Land. Auch sie pflegte gute Beziehungen zu den Ranchar, sowie zu den Menschen Styronnas. Während das Silberne Zeitalter seinen Lauf nahm und der Krieg mit Voréos mal stärker, mal weniger stark tobte, blieb Govania aufgrund seiner Abgelegenheit von alledem verschont. Erst als Alacrion und Varacnia gegen den Umcalorion zogen und in ihrer Abwesenheit Mursogi in das Reich der Ranchar und nach Styronna eindrangen, geriet auch Govania in Gefahr. Die Stadt wurde von Plünderern belagert und schließlich auch erobert. Auch nachdem die Mursogi aus Orvolor vertrieben worden waren, wurde Govania nicht wieder besiedelt und verfiel im Laufe der Jahrhunderte.


Bevölkerung

In seiner Blütezeit lebten sowohl Orvolori als auch Styronner und nicht wenige Almári in Govania. Hin und wieder kamen sogar Ranchar aus den Wäldern, um eine Weile in der Stadt zu bleiben.


Gesellschaft

Allgemein

Die Gesellschaft von Govania ähnelte der in anderen Städten des almarischen Reiches. Die Almári wurden von den Sterblichen beinahe wie Götter verehrt, taten zugleich aber auch alles, um dieser Verehrung gerecht zu werden. Zwischen den unterschiedlichen Völkern Styronnas gab es kaum Streitigkeiten. Einzig die Beziehung zu den Ranchar wurde von den Styronnern stark hinterfragt, fürchteten diese die Besucher aus den Wäldern doch.

Gesetzgebung

Die Fürstin von Govania sorgte dafür, dass das Zusammenleben in Govania in geregelten Bahnen verlief. Dabei hielt sie sich zumeist an die Gesetze, die der Rat der Sieben erlassen hatte, sowie an die Weisungen des Königs von Orvolor. Kam es zum Streit, schritt die Fürstin auch als Richterin und Schlichterin ein.

Bildung

Schon Vallaréa sorgte sich um die Bildung des einfachen Volkes und lehrte es selbst viel vom Wissen der Almári. Als die Stadt größer geworden war, gründete sie eine Schule, in der zumeist Almári die sterbliche Bevölkerung unterrichteten. Diese ließen es selten bei Allgemeinbildung bewenden, sodass die Bewohner von Govania bald zu den klügsten Köpfen Orvolors zählten.

Streitkräfte

Govania verfügte über keinerlei Streitkräfte.

Glaube und Brauchtum

Vor der Ankunft der Almári hingen die meisten Bewohner Govanias dem Glauben an die Götter des Nordens an, die von den Kiretern nach Styronna gebracht worden waren. Sie befolgten zudem deren Brauchtum, das im Brauchtum Styronnas aufgegangen war. Nachdem dann die Almári gekommen war, nahmen die meisten den Glauben an die Sieben Wahren Götter und die Bräuche des gesegneten Volkes an.


Wirtschaft und Handel

Govania war der Hauptort des Handels zwischen Menschen und Ranchar. Fahrende Händler von nah und fern kamen in die Stadt, um seltene von den Ranchar angefertigte Gegenstände zu erstehen.


Erwähnung

  • DWS: 323-324, 353
  • SAS1: 73-74, 76