Erina

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Erina


Geschichte

Gründung

Erina wurde im sechzehnten Jahrhundert des Eisernen Zeitalters von Siedlern aus Umenach gegründet. Durch den Handel mit Tur Dyrania und anderen Häfen im Goldenen Meer erlangte die Siedlung bescheidenen Wohlstand und stieg bald zum Stadtstaat auf, der große Teile des südlichen Heregra beherrschte. Als Tur Dyrania im achtzehnten Jahrhundert damit begann, seine Nachbarn zu unterwerfen, war Erina eines seiner ersten Opfer. Die Stadt wurde Teil des Reiches Anotur. Dadurch verlor Erina zwar seine Unabhängigkeit, doch sorgten die Seeherren dafür, dass der Handel weiterhin erblühte.

Jüngere Geschichte

In den folgenden Jahrhunderten wurde Erina neben Veretur zur wichtigsten Binnenstadt von Anotur. In den Kriegen, die der Krönung des ersten Königs von Anotur vorausgingen, wechselten die Herrscher der Stadt häufig die Seiten. Bisweilen kam es auch zu gewalttätigen Ausschreitungen und Aufständen. Die Könige stellten den Frieden wieder her. Als Hylomir Antoxa im Jahr 2258 E.Z. den Krieg erklärte, war Erina heiß umkämpft. Ebenso ging der Bruderkrieg von Anotur nicht spurlos an der Stadt vorbei. Unter Nicayos und Elunios erblühte die Stadt von neuem, ehe sie wie der Rest von Anotur der Unordnung anheimfiel. Im Jahr 2361 E.Z. wurde Erina dann von Dolcios, dem Seeherrn von Olastur beansprucht. Wenngleich sich fiele gegen diesen aussprachen, wagte es doch nur wenige, ihm Widerstand zu leisten. So machte sich Dolcios Erina zum Sitz, von wo aus er als selbsternannter Fürst über den Süden Heregras herrschte.


Bevölkerung

Die Bevölkerung von Erina bestand nur mehr zu einem kleinen Teil aus den Umenachern, die die Stadt einst gegründet hatten. Wie in den meisten größeren Städten Anoturs bestand das Volk von Erina aus einer Mischung verschiedenster Völker, die dunkelhäutige Auswanderer aus dem Tiefen Süden, aber auch blonde Nyktaren aus dem Norden und alle möglichen Abstufungen dazwischen umfassten.


Gesellschaft

Allgemein

Die Gesellschaft Erinas war ebenso durchmischt wie seine Bevölkerung. Die Herkunft eines Menschen war ohne Bedeutung, nicht jedoch sein Stand. Wie die meisten größeren Städte Anoturs wurde auch Erina von einem Statthalter des Königs beherrscht, der meist dem Seeherrenstand angehörte. Der letzte Statthalter wurde von Dolcios abgesetzt, der sich zum Fürsten ernannte.

Gesetzgebung

In Erina galten wie im Rest des Reiches die Gesetze, die der Ältestenrat von Anotur erließ. Der Statthalter war dafür zuständig, Sorge zu tragen, dass diese auch eingehalten wurden. Als Beamter des Königs hatte er keine Befugnis, selbst Gesetze zu erlassen.

Bildung

Erina verfügte über ein Dutzend öffentliche Grundschulen, die Kindern Kenntnisse wie Lesen, Schreiben und Rechnen vermittelten. Darüber hinaus gab es auch drei Stadtschulen, die jedoch den Kindern der wohlhabenderen Familien vorbehalten waren

Streitkräfte

Stadtwache

Erina besaß eine gut gerüstete Stadtwache, die sowohl innerhalb der Mauern als auch in der Umgebung der Stadt für Recht und Ordnung sorgte. Sie war dem Statthalter unterstellt.

Ritter des Regenbogens

Die Ritter des Regenbogens besaßen eine kleine Niederlassung innerhalb der Mauern Erinas, von der aus sie den Südosten Anoturs gegen allerlei Ungeheuer verteidigten. Da sie nicht dem Statthalter unterstellt waren, kam es bisweilen zu Auseinandersetzungen mit diesem und dessen Beamten.

Glaube und Brauchtum

Die meisten Bewohner Erinas hingen dem Glauben an die Sieben Wahren Götter an, wobei vor allem Ruvur, der Gott des Meeres, als Hauptgott von Anotur verehrt wurde. Darüber hinaus huldigten viele Stadtbewohner den Göttern der Wilden Lande. Aufgrund der Nähe zu Olastur gab es in Erina auch Anhänger Lirinellas.


Wirtschaft und Handel

Erina lag inmitten fruchtbarer Ebenen, die von weiten Feldern und Weingärten eingenommen wurden. Das Umland der Stadt warf genügend Feldfrüchte ab, dass diese auch in andere Teile des Reiches verkauft werden konnten. Vor allem der Wein aus den Gegenden um Erina war in ganz Anotur und darüber hinaus beliebt. Da die Stadt nicht vom Handel über das Meer abhängig war, litt sie auch nicht so stark wie die meisten anderen Städte des Reiches unter dem Nebel, der die Seewege im Inneren Meer versperrte.


Erwähnung

  • DSDV: 6, 551, 554
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