Veretur

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Veretur


Geschichte

Gründung

Veretur wurde im sechzehnten Jahrhundert des Eisernen Zeitalters am Nordufer eines großen Sees im Herzen Grudanias gegründet. Die Siedlung blieb lange unbedeutend und wuchs nur langsam, bis sie im achtzehnten Jahrhundert von Anotur erobert wurde. Um ihrer Macht Ausdruck zu verleihen, errichteten die Seeherren in Veretur eine gewaltige Festung, von der aus sie über die umliegenden Lande herrschten. Zudem erbauten sie eine Handelsstraße, die Veretur mit Tur Dyrania im Osten, Indanon im Westen und Notinar im Norden verband. Dadurch gewann Veretur als Handelsknoten an Bedeutung und wuchs innerhalb weniger Jahrzehnte zu mehr als dreifacher Größe heran. Diese neue Größe lockte auch Feinde an, sodass die Stadt vermehrt von Eindringlingen aus den Wilden Landen angegriffen wurde, bis das Letzte Tor im Süden diesen Einhalt gebot.

Hauptstadt des Westens

Über die Jahrhunderte nahm Vereturs Größe und Macht weiter zu, sodass die Stadt bald als Hauptstadt des Westens Anoturs galt. Als solche wurde sie an Größe im Kernland nur von Tur Dyrania übertroffen. Auch in den zahlreichen Kriegen, die die Seeherren untereinander führten, spielte Veretur eine große Rolle und wurde mehrmals in Kampfhandlungen mithineingezogen. Dies änderte sich erst mit der Machtergreifung Ulators im Jahr 2191 E.Z.. Daraufhin kehrte Frieden in Veretur ein und die Stadt wuchs weiter. Nachdem Nicayos Tur Dyrania im Bruderkrieg von Anotur zerstört hatte, gab es viele, die den Sitz des Königs nach Veretur verlegen wollten, doch behielt Nicayos sich vor, Tur Limor zur neuen Hauptstadt des Reiches zu machen.

Vorsicht! Inhalte aus 'Das Schwert der Vorväter'

Verfall der Sitten

Auch Nicayos‘ Misswirtschaft tat der Pracht Vereturs keinen Abbruch. Als jedoch dessen Sohn Elunios verschwand und Anotur ohne König zurückließ, begann in Veretur durch Antoxas Einfluss der Wahnsinn um sich zu greifen. Immer mehr Bewohner der Stadt gaben sich dem Laster und Verbrechen hin. Im Jahr 2352 E.Z. führte dies schließlich sogar dazu, dass Veretur sich von Anotur unabhängig erklärte. Dies beschleunigte den Verfall der Sitten noch weiter, sodass Veretur bald von Verbrechern beherrscht wurde und niemand mehr für Ordnung in der Stadt sorgte. Dies änderte sich erst im Jahr 2368 E.Z., nachdem der ehemalige Statthalter Jarakkím gemeinsam mit Hm-ôhs Volk einen Angriff der Surrenden Teufel von der Stadt abgewehrt hatte.


Bevölkerung

Die Bevölkerung Vereturs bestand beinahe zu gleichen Teilen aus Umenachern, Enorern, Ekeuranern, Nachfahren von Hm-ôhs Volk und von Einwanderern aus dem Tiefen Süden. Zwar gab es auch Nyktaren in der Stadt, doch waren diese nur eine kleine Minderheit.


Gesellschaft

Allgemein

Die Gesellschaft Vereturs war stark durchmischt. Wie überall in Anotur war der gesellschaftliche Stand von größerer Bedeutung als die Herkunft. In den Jahren nach dem Verschwinden Elunios‘ und der Abspaltung von Anotur brach die gesellschaftliche Ordnung in Veretur vollständig zusammen, sodass fortan wohlhabende und mächtige Verbrecher, die nicht selten dem Seeherrenstand angehörten, bisweilen aber auch dem gemeinen Volk entstammten, die Macht in der Stadt innehatten.

Gesetzgebung

Wie in Anotur üblich, galten auch in Veretur die Gesetze des Ältestenrates. Aufgrund der Größe der Stadt hatte auch der Statthalter die Befugnis, Gesetze zu erlassen. Nach der Abspaltung von Anotur gab es niemanden mehr, der sich um die Einhaltung der Gesetze kümmerte.

Bildung

In Veretur gab es mehrere Grundschulen, die Kindern Grundkenntnisse in den Bereichen Lesen, Schreiben und Rechnen vermittelten. Dazu kamen weiterführende Stadtschulen, die den reicheren Bevölkerungsschichten vorbehalten waren. Zu guter Letzt gab es in Veretur auch eine Hochschule, in der Gelehrte ausgebildet wurden.

Streitkräfte

Stadtwache

Die Stadtwache sorgte im Auftrag des Statthalters für Ruhe und Ordnung innerhalb der Mauern Vereturs, aber auch im Umland der Stadt. Nachdem der letzte Statthalter abgesetzt worden war, verlor die Wache an Einfluss und Bedeutung, bis sie nahezu machtlos war.

Ritter des Regenbogens

Wie in den meisten größeren Städten hatten die Ritter des Regenbogens auch in Veretur eine Niederlassung. Sie dienten einzig dem König.

Glaube und Brauchtum

Die meisten Bewohner von Veretur huldigten den Sieben Wahren Göttern und insbesondere auch Ruvur, dem Gott des Meeres. Darüber hinaus war der Glaube an die Götter der Wilden Lande in der Stadt weit verbreitet.


Wirtschaft und Handel

Veretur lag inmitten fruchtbarer Felder, die die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrung gewährleisteten. Der See südlich der Stadt war reich an Fisch, die Wälder im Norden reich an Wild. Da Veretur zudem an einem wichtigen Handelsknoten lag, gab es in der Stadt zahlreiche Märkte, an denen man beinahe alles, was das Herz begehrte, erstehen konnte.


Erwähnung

  • DSDV: 6, 64, 67, 70, 74, 77, 113, 117-121, 275, 311, 355, 361-364, 371-376, 385, 387, 401, 417, 423, 428, 433, 436, 440-443, 446-447, 452, 484-485, 523, 534, 553, 568-570, 603, 605
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