Velemraia

Allgemein

Der Velemraia war ein großer See am Nordrand des Mondgebirges, der sich bis an die Ausläufer des Verlorenen Waldes erstreckte. Zahlreiche Bäche aus dem Gebirge speisten ihn, während das Wasser nur durch den Fluss Bresill abfloss.


Geschichte

Frühzeit

Der Velemraia entstand am Ende des Steinernen Zeitalters, als die großen Gletscher des Nordens schmolzen und einen See zurückließen. Es dauerte nicht lange, bis sich Wassergeister in den Tiefen des kalten, klaren Gewässers niederließen. Dort lebten sie mehr oder weniger ungestört bis zum Eisernen Zeitalter. Die Ranchar, die in den umliegenden Wäldern hausten, mieden den See, die Gnomen dagegen freundeten sich mit den Wassergeistern an und trieben Handel mit ihnen. Die ersten Menschen gelangten erst nach dem Großen Waldbrand an die Gestade des Velemraia. Dort gründeten sie mit der Erlaubnis der Wassergeister im Jahr 643 E.Z. die Stadt Auvagan.

Beziehung zu Auvagan

Die Bewohner von Auvagan lebten in Frieden mit denen des Sees zusammen. Die beiden Völker gingen einander meist aus dem Weg und handelten nur selten miteinander. Den Menschen war es zwar erlaubt, im Velemraia zu fischen, doch mussten sie für jeden Fisch, den sie fingen, einen ziehen lassen. Erst Remulea brach dieses Versprechen, sodass es zum Streit zwischen Menschen und Wassergeistern kam. So unterstützten zweite dann Xerónos von Geburt an in seinem Abwehrkampf gegen Auvagan. Nachdem Remulea gestürzt worden war, wurden die alten Bräuche wieder aufgenommen. Sie blieben selbst erhalten, als Auvagan längst Teil Erbariors geworden war. So liebten die Menschen, die am See wohnten den Velemraia, achteten aber auch dessen Bewohner.

Jüngere Geschichte

Im Jahr 2330 E.Z. ertrank Oremir, der Sohn des Fürsten Mirgrim, beinahe im Velemraia. Ein weiblicher Wassergeist rettete ihm das Leben und die beiden verliebten sich in einander. Sieben Jahre lang lebte der Prinz am Grund des Sees, wo auch sein Sohn Poredios geboren wurde. Auch nachdem er nach Auvagan zurückgekehrt war, besuchte Oremir bis zu seinem Tod die Wassergeister im Velemraia. Auch sein Sohn stieg hin und wieder in die schimmernden Tiefen hinab.


Tiere und Pflanzen

Die Ufer des Velemraia waren meist von kleinen Kieseln oder Sand übersät. Pflanzen wuchsen dort nur wenige. Einzig am Westufer, wo der See an den Verlorenen Wald grenzte, reichten dessen Bäume bis an das Wasser heran. Am Grund des Sees wuchsen zahlreiche Wasserpflanzen, die bisweilen von den Menschen der umliegenden Lande gesammelt und gegessen wurden. Manche davon hatten auch heilende Wirkung. Aufgrund seines klaren Wassers war der Velemraia sehr reich an Fischen. In Ufernähe nisteten zahlreiche Vögel und kleine Säugetiere.


Erwähnung

  • DEDV: 6, 206, 443
  • SAS1: 25, 27