Eldalon

Geschichte

Gründung

Eldalon wurde im Laufe des Silbernen Zeitalters von Almári gegründet, die von Nyktaven aus ostwärts gesegelt waren und sich in den sanften Hügeln Litenóas niedergelassen hatten. Diese Almári errichteten an der Mündung des Flusses Amnua eine prächtige Stadt, die im Laufe der Jahrhunderte wuchs und gedieh. Im Eisernen Zeitalter ließen sich auch vermehrt Sterbliche in Eldalon nieder, während die Almári sich mehr und mehr nach Agomitur zurückzogen. Die benachbarten Küsten wurden von den Nyktaren geplündert, Eldalon fiel jedoch nie unter deren Herrschaft. Auch die häufigen Angriffe des Knochenvolkes aus dem Norden wehrte die Stadt geflissentlich ab.

Jüngere Geschichte

So war die Stadt unabhängig, bis sie im zwanzigsten Jahrhundert von den Seeherren Anoturs erobert wurde. Von da an stand Eldalon unter der Herrschaft eines von den Anoturi bestellten Statthalters, der von dort aus über weite Gebiete Litenóas herrschte. Auch unter den Königen blieb Eldalon ein Teil von Anotur. Erst als Elunios verschwand und ein dichter Nebel die Überfahrt zum Festland Anoturs unmöglich machte, erhielt Eldalon seine Selbstständigkeit wieder. An die Stelle des Statthalters trat ein vom Volk gewählter Kanzler.


Bevölkerung

Die Bevölkerung von Eldalon bestand zu einem großen Teil aus den Völkern Pategras. Dazu kamen Nyktaren und Angehörige der Völker Anoturs. Ein einheitliches Volk von Eldalon gab es nicht.


Gesellschaft

Allgemein

In den Jahren, in denen Eldalon zu Anotur gehörte, war die Gesellschaft der Stadt zu einem Abbild von der des Reiches geworden. Der Stand eines Menschen zählte mehr als seine Herkunft. Taten wurden dementsprechend mit einem gesellschaftlichen Aufstieg belohnt. Nach der Verhüllung Anoturs übernahm ein Ältestenrat die Herrschaft über die Stadt. Dieser wurde von einem durch das Volk bestimmten Kanzler angeführt, der die Stadt auch nach außen hin vertrat.

Gesetzgebung

Der Ältestenrat war für die Gesetze in Eldalon verantwortlich. In wichtigen Belangen sprach der Rat auch Recht, während alltägliche Angelegenheiten meist an von diesem ernannte Beamten weitergegeben wurden.

Bildung

Da die Stadt von den Almári gegründet worden war, hatte Bildung in Eldalon einen sehr hohen Stellenwert. Es gab zahlreiche Schulen, die Grundkenntnisse wie Lesen, Schreiben und Rechnen vermittelten, aber auch höhere Schulen, in denen man Redekunst, Heilkunst und verschiedene Wissenschaften erlernen konnte. Zudem hatte Eldalon eine Lehranstalt für höhere Wissenschaften, an die eine umfangreiche Bücherei nach dem Vorbild Agomiturs angeschlossen war.

Streitkräfte

  • Stadtwache

Die Stadtwache von Eldalon sorgte innerhalb der Mauern der Stadt, aber auch im Umland für Recht und Ordnung. Sie war dem Ältestenrat unterstellt.

  • Flotte

Die Flotte von Eldalon war Teil der Königlichen Flotte von Anotur. Auch ohne die Verbindung zum Kernland führte sie im Auftrag des Ältestenrates ihre Hauptaufgabe weiterhin aus, indem sie die Seewege an der Mündung der Amnua sicher hielt.

Glaube und Brauchtum

Der Glaube an die Sieben Wahren Götter  war in Eldalon am weitesten verbreitet. Ruvur, dem Gott des Meeres, wurde durch den Einfluss Anoturs besondere Verehrung zuteil. Es gab jedoch auch noch andere Glaubensrichtungen, die innerhalb der Stadtmauern viele Anhänger hatten.


Wirtschaft und Handel

Eldalon lebte vom Handel über die Seewege. Da die Stadt an der Mündung der Amnua lag, machten dort die meisten Schiffe halt, die Waren aus dem Meer flussaufwärts brachten. Im Hinterland gab es weite Ackerflächen. Dazu kamen die sonnenreichen Weingärten Litenóas, die vor den Toren der Stadt lagen. In den sanften Hügeln im Nordosten gab es auch vereinzelte Vorkommen von Bodenschätzen.


Erwähnung

  • DLDD: 247