Trisantall

Geschichte

Entstehung

Trisantall entstand im Laufe des achtzehnten Jahrhunderts des Eisernen Zeitalters an dem Ort, an dem die Straße, die von Solmanad nach Nyktaven führte, sich mit jener traf, die nordwärts nach Guilar verlief. Dort ließen sich zahlreiche Händler nieder. Aus einigen Häusern wurde bald eine ansehnliche Stadt. Aufgrund der Bedeutung der Straßenkreuzung für den Handel im Reich verlegte im neunzehnten Jahrhundert sogar der Fürst von Rhunasur seinen Sitz nach Trisantall, um von dort aus über das Fürstentum zu herrschen.

Jüngere Geschichte

Als Fürstensitz wuchs Trisantall im Laufe der folgenden Jahrhunderte zu einer großen Stadt an. Eine Mauer wurde um deren Außenbezirke gezogen, während der Fürstenpalast immer prächtiger wurde. Von den Kriegen mit Lau-Onn blieb Trisantall größtenteils verschont, wenngleich Regnadon die Bewohner der Stadt zum Kriegsdienst verpflichtete. Nach der Abspaltung Guilars von Erbarior nahm die Bedeutung Trisantalls als Handelsknoten ab. Erst als Olagira als Königin von Guilar die Handelsbeziehungen zu Xerdon wieder aufnahm, kehrte auch Trisantalls Beliebtheit bei den fahrenden Händlern zurück.


Bevölkerung

Die Einwohner von Trisantall gehörten zum größten Teil den Linath an. Von den Styronnern, die im Süden Rhunasurs lebten, hatte es nur wenige in die Hauptstadt verschlagen.


Gesellschaft

Allgemein

Die Gesellschaft Trisantalls war jener von Xerdon nicht unähnlich. Die Grenzen zwischen Adel und Volk verschwammen insbesondere im Falle der vielen reichen Händler, die in der Stadt lebten. Fremde wurden in Trisantall gerne gesehen, Gastfreundschaft in hohen Ehren gehalten. Der Fürst von Rhunasur stand als Oberhaupt der Stadt in der ungeschriebenen Pflicht, wichtige Gäste stets selbst zu empfangen.

Gesetzgebung

Der Fürst von Rhunasur war dafür verantwortlich in Trisantall Gesetze zu erlassen. Dabei stand ihm ein Stadtrat zur Seite, der aus Adeligen und wohlhabenden Vertretern des Volkes bestand.

Bildung

Als viertgrößte Stadt Erbariors verfügte Trisantall über ein Dutzend öffentlicher Schulen, an denen Kinder Lesen, Schreiben und Rechnen sowie die Geschichte des Reiches lernen konnten. Dazu gab es mehrere höhere Schulen, die weiterführende Kenntnisse im Bereich der Heilkunst und Kriegskunst vermittelten.

Streitkräfte

  • Stadtwache

Die Stadtwache sorgte innerhalb der Stadtmauern für Ordnung. Sie war dem Stadtrat unterstellt und handelte in dessen Auftrag.

  • Palastwache

Die Palastwache von Trisantall war für die Sicherheit des Fürstenpalastes zuständig und dem Fürsten selbst unterstellt.

Glaube und Brauchtum

Im Gegensatz zum Rest des Fürstentums war in Trisantall der Glaube an die Sieben Wahren Götter am stärksten vertreten. So gab es im Herzen der Stadt einen prächtigen Tempel, in dem diese verehrt wurden. Südöstlich der Stadtmauern lag ein Schrein der Wiesengötter, der vor allem von den Hirten aus den Ebenen besuchte wurde, wenn diese in der Stadt zu tun hatten.


Wirtschaft und Handel

Trisantall war von weiten Feldern umgeben, die die Stadt mit Getreide und Feldfrüchten versorgten. Darüber hinaus war die Stadt durch ihre Lage ein Knotenpunkt des Handels im östlichen Erbarior. So konnte man auf den zahlreichen Marktplätzen und in den Läden der Innenstadt beinahe alles erstehen, was es für Geld zu kaufen gab.


Erwähnung

  • DEDV: 6
  • DLDD: 6, 94-95, 151-153, 427